de.wedoany.com-Bericht: Das argentinische Unternehmen für landwirtschaftliche Bioprodukte FACYT erwartet für 2026 einen Umsatz von 50 Millionen US-Dollar (ca. 275 Millionen Brasilianische Real) und wird am 28. August seine sechste Fabrik mit einer Gesamtinvestition von 10 Millionen US-Dollar (55 Millionen Real) in Betrieb nehmen. Diese Fabrik wird neue chemische und biobasierte Granulate herstellen, die herkömmlichen Harnstoff ersetzen können. Mit nur 25 Kilogramm dieses Granulats können 150 bis 200 Kilogramm herkömmlicher Harnstoff ersetzt werden. Der Unternehmensgründer Héctor Laca erklärte, dass die neue Fabrik bereits vor ihrer Eröffnung zahlreiche Bestellungen erhalten habe.

Der vom Gründer Laca aufgebaute Agrarkonzern Facyt verfügt nach 30 Jahren Entwicklung über mehr als 80 Produkte, darunter Düngemittel, Inokulanzien, Fungizide, Herbizide und Insektizide. Das Unternehmen erstreckt sich über fünf Hektar in Laguna Larga, mit drei biologischen und zwei chemischen Einheiten, und vertreibt seine Produkte landesweit über ein Direktvertriebsmodell mit 85 Pick-up-Fahrzeugen, die auch technische Beratung vor Ort bieten. Die drei meistverkauften Produkte in der Produktlinie sind „Todo Terreno“ (Geländegänger), „Amiguito“ (kleiner Helfer) und ein Biodünger. Die Rezeptur von „Amiguito“ wurde von einem Wissenschaftler des Nationalen Rates für Wissenschaftliche und Technische Forschung (CONICET) erworben; Laca zahlte 500.000 Pesos und versprach, zwei Jahre lang eine Lizenzgebühr von 0,50 US-Dollar pro Liter zu zahlen, die er tatsächlich in den Endverkaufspreis des Produkts einfließen ließ.
Die sechste Fabrik, die in Kürze in Betrieb genommen wird, befindet sich in Laguna Larga. Die Ausrüstung wurde aus Deutschland, den Niederlanden und Italien importiert; allein eine Mühle kostete 800.000 bis 900.000 US-Dollar (4,4 bis 4,95 Millionen Real). Laca erklärte, dass die weltweiten Düngemittelpreise aufgrund des Konflikts im Iran um über 30 % gestiegen seien, was für die Ersatzprodukte des Unternehmens eine Marktchance darstelle.

Auf strategischer Ebene plant Laca aktiv den Eintritt in den brasilianischen Markt. Ein leitender Angestellter des Unternehmens reiste Anfang Juni dieses Jahres zu einem ersten Treffen nach Brasilien. Laca selbst erklärte, dass der Wert des Unternehmens in den nächsten vier bis fünf Jahren voraussichtlich 500 bis 600 Millionen US-Dollar (2,75 bis 3,3 Milliarden Brasilianische Real) erreichen werde. Zum 30-jährigen Firmenjubiläum veröffentlichte Laca zudem sein persönliches Buch „De pobre a rico, por el camino correcto“ (Von arm zu reich, auf dem richtigen Weg) und lud den argentinischen Präsidenten Javier Milei zur Eröffnung der neuen Fabrik ein.
Mit Blick auf die verschiedenen argentinischen Regierungen bewertete Laca die Amtszeit von Menem als die beste, während die Regierung von Alberto Fernández die schlechteste gewesen sei. Dem amtierenden Präsidenten Milei empfahl Laca, die Exportsteuern weiter zu senken, um das Potenzial des Agrarsektors freizusetzen, und gab an, Milei bei der Wahl unterstützt zu haben und erneut wählen zu wollen. Laca verriet, dass ihm mehrfach die Position des Industrieministers angeboten worden sei, er diese jedoch abgelehnt habe.
Im Alter von 45 Jahren gründete Laca FACYT am 15. März 1996 mit geliehenen 2.500 US-Dollar (13.750 Real). Zuvor war er 13 Jahre lang für die Kommunikation am binationalen Staudamm Salto Grande verantwortlich, mit einem Monatsgehalt von 3.000 US-Dollar (16.500 Real), entschied sich jedoch letztlich für den Weggang. Er schätzt den zukünftigen Wert des Unternehmens auf 500 bis 600 Millionen US-Dollar und lehnte während der Pandemie ein Übernahmeangebot eines US-amerikanischen Unternehmens ab.
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