Yorkshire Water entdeckt mit Hilfe von Luftbildkarten über 500.000 nicht gekennzeichnete Abwasserleitungen
2026-06-21 15:09
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de.wedoany.com-Bericht: Das britische Unternehmen Yorkshire Water hat in Zusammenarbeit mit der Umweltforschungsfirma APEM Group mithilfe von Luftbildaufnahmen eine detaillierte Karte des Abwassernetzes in und um die Badegewässer Yorkshires erstellt, um die Verschmutzung zu reduzieren.

Bei dem Projekt kamen speziell entwickelte Kamerasysteme an Bord von Starrflügelflugzeugen zum Einsatz, die aus der Luft hochauflösende Luftbilder aufnahmen. Diese Bilder wurden zur Erstellung detaillierter 2D- und 3D-Modelle verwendet, die in Kombination mit KI-Technologie eine schnelle Identifizierung von Abwasseranlagenmerkmalen wie Kontrollschächten und Einläufen in dem Gebiet ermöglichen. Zudem können potenziell fehlerhafte Rohrverbindungen sowie Verschmutzungsprobleme erkannt werden, die die Qualität der lokalen Wasserwege beeinträchtigen könnten.

Nach der Erfassung eines Gebiets von über 80 Quadratkilometern entlang der Küste von East Yorkshire und der Badegewässer im Binnenland von Ilkley zeigte die 3D-Karte folgende Ergebnisse: über 500.000 bisher nicht gekennzeichnete Punkte im Zusammenhang mit dem Abwassernetz, wie Kontrollschächte, Abflüsse und Fallrohre; eine Zunahme der Kontaktpunkte des Abwassernetzes um fast 4.000 %, nachdem private Abwasserleitungen in das Eigentum des Versorgungsunternehmens übergegangen waren; über 32.000 potenziell fehlerhafte Verbindungen, von denen 2.800 direkt an Wasserwege angeschlossen sind; 178 potenzielle ländliche Verschmutzungsprobleme, die kritische Einzugsgebiete beeinträchtigen könnten.

Thomas Ogden, Manager für intelligente Abwassernetze bei Yorkshire Water, erklärte, dass dies das erste Mal sei, dass ein Kartierungsprojekt in diesem Umfang durchgeführt wurde. Dabei wurden Haushalte, das Abwassernetz sowie Verschmutzungsrisikoquellen wie landwirtschaftliche Abflüsse und Klärgruben identifiziert. Diese ganzheitliche Perspektive werde die Verwaltung und Wartung des Netzes verbessern und die erforderlichen Informationen liefern, um bestimmte Verschmutzungen vorherzusagen und zu verhindern. Die Daten würden in die Betriebssysteme integriert, um Betriebsentscheidungen durch die effektive Verknüpfung sichtbarer Anlagen mit unterirdischen Rohrleitungen zu verbessern. Gleichzeitig würden sie mit breiteren Geschäftsbereichen geteilt, um Teams effizienter arbeiten zu lassen, unnötige Vor-Ort-Besuche zu reduzieren und die Bemühungen auf die wirkungsvollsten Bereiche zu konzentrieren. Er sagte, dass die Schließung dieser wichtigen historischen Lücke es Yorkshire Water ermöglichen werde, die Zukunft selbstbewusst zu planen.

Jack Oxtoby, Senior Geospatial Insight Consultant bei APEM Group, erklärte, dass mithilfe von Luftbildaufnahmen 3D-Modelle von über 80 Quadratkilometern Küsten- und Binnenbadegewässern erstellt wurden. Dabei wurden ultrahochauflösende Bilder mit KI kombiniert, um Oberflächenwassereinläufe, Abflüsse, Entlüftungsrohre und Kontrollschächte zu identifizieren und farblich zu kennzeichnen, wodurch alle bisher unbekannten Anlagen sichtbar wurden. Die nicht-invasiven Luftbildaufnahmen entsprechen den britischen GDPR-Anforderungen und helfen dem Wasserversorger, die Auswirkungen von Lecks, Dürre und Verschmutzung zu bewältigen.

Yorkshire Water plant, die 2.800 priorisierten fehlerhaften Verbindungen weiter zu untersuchen, um festzustellen, ob sie an die falschen Abwasserleitungen angeschlossen sind, und mit den Kunden zusammenzuarbeiten, um diese zu korrigieren. Die Untersuchung wird den Umfang der potenziell 32.000 fehlerhaften Verbindungen weiter eingrenzen. Das Team wird mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Regenwasserabflüsse in die richtigen Abwassernetze gelangen, und die Entwässerungskarten sowie andere Ressourcen koordinieren, um die Effizienz der Kläranlagen zu steigern und potenzielle Verschmutzungsereignisse zu reduzieren.

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