Die Nordbrücke in Bonn wird abgerissen und neu gebaut, voraussichtlich bis Ende 2028 für den Verkehr freigegeben
2026-06-21 16:20
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de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) gab nach der zweiten Lenkungskreissitzung von Bund, Ländern und Kommunen in Bonn bekannt, dass die Nordbrücke in Bonn (A565) aufgrund schwerer Schäden abgerissen und neu gebaut werden muss und nicht wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Schäden an der linksrheinischen Zufahrtsbrücke sind schwerwiegender als ursprünglich angenommen.

Bonn: Gesperrte Friedrich-Ebert-Brücke (Drohnenaufnahme; aufgenommen am 5. Juni 2026). (Foto: Benjamin Westhoff/dpa)

Schnieder erklärte, dass es nun vor allem darauf ankomme, das Tempo zu erhöhen. Das Ausschreibungsverfahren werde umgehend eingeleitet, sodass die Abrissarbeiten frühestens im Juli beginnen könnten. Ziel sei es, die neue Brücke spätestens bis Ende 2028 für den Verkehr freizugeben. Die in den 1960er Jahren erbaute Nordbrücke, die wichtigste Ost-West-Verbindung der Region, befand sich bereits in einem maroden Zustand. Seit Februar gilt ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Anfang Juni wurde die Brücke aufgrund von strukturellen Schäden an der Tragkonstruktion, die bei einer aktuellen Inspektion festgestellt wurden, unerwartet vollständig gesperrt.

Die Sperrung hat schwerwiegende Auswirkungen auf den regionalen Verkehr. Der ADAC bezeichnete sie als „totale Katastrophe“. Viele Autofahrer weichen auf das Kölner Gebiet aus und belasten das ohnehin überlastete Verkehrssystem zusätzlich. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg erklärte, die Brücke sei die Lebensader der Region. Seit der Sperrung haben sich die Verkehrsstaus in Bonn verschärft. Die Stadt hat mehrere Notfallmaßnahmen angekündigt, darunter die vorübergehende kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, um mehr Menschen vom Auto auf Busse und Bahnen umzusteigen. Nach früheren Planungen sollte der Neubau dieser Nordbrücke frühestens in den 2030er Jahren beginnen.

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