de.wedoany.com-Bericht: Mosambik beschleunigt die Ausarbeitung der „Nationalen Cybersicherheitsstrategie 2026–2030", um den zunehmenden digitalen Bedrohungen zu begegnen. Diese Strategie wird erstmals spezielle Schutzmaßnahmen für Risiken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz enthalten.
Lourino Chemane, Vorstandsvorsitzender des Nationalen Instituts für Informations- und Kommunikationstechnologie (INTIC) Mosambiks, kündigte diesen Plan auf der Konferenz zum Tag der Cybersicherheit 2026 in Portugal an. Die Konferenz richtete sich an Mitglieder der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder und befasste sich speziell mit Fragen der Cybersicherheitsentwicklung.
Die neue Strategie, die erstmals Anfang dieses Monats vorgestellt wurde, zielt darauf ab, die bisherigen nationalen Cybersicherheitsleitlinien zu aktualisieren. Die alte Version konzentrierte sich auf grundlegende Maßnahmen wie rechtlichen Schutz und Vorfallreaktion und behandelte keine KI-bezogenen Risiken. Der neue Rahmen ersetzt die „Nationale Cybersicherheitspolitik und Umsetzungsstrategie 2021–2025", die die nationale Vorfallreaktionsfähigkeit, die Cybersicherheits-Governance-Struktur und den rechtlichen Rahmen zum Schutz kritischer Informationsinfrastrukturen des Landes etablierte.
Die neue Politik wird vor dem Hintergrund zunehmender Cyberbedrohungen entwickelt. Nach Angaben des mosambikanischen Ministeriums für Kommunikation und digitale Transformation wurden in der ersten Jahreshälfte 2025 insgesamt 36.330 Cyberangriffe im Land verzeichnet. Dieser Trend setzt die Entwicklung von 2024 fort, als 173.770 Cyberangriffe zu 1.061 Straftaten führten, verglichen mit 912 im Jahr 2023.
Chemane betonte die Notwendigkeit, die operativen Cybersicherheitsfähigkeiten des Landes zu stärken. Mit Unterstützung der Weltbank und anderer internationaler Partner besteht die aktuelle Priorität darin, das nationale Computer-Notfallteam zu festigen, um effektiv auf immer komplexere Cybersicherheitsvorfälle reagieren zu können. Um dem Anstieg der Cyberkriminalität zu begegnen, schlug er zwei zusätzliche Maßnahmen vor: die Einführung einer obligatorischen Meldepflicht für Cybersicherheitsvorfälle zur Verbesserung der Bedrohungsminderung sowie die Einrichtung eines nationalen Cybersicherheitsfonds zur Unterstützung entsprechender strategischer Initiativen.
Im Bereich der regionalen Zusammenarbeit schlug Chemane die Einrichtung eines gemeinsamen Forums für die Cybersicherheitsbehörden der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder vor, ähnlich dem bestehenden Kooperationsrahmen zwischen den Datenschutzbehörden dieser Gruppe. Er erklärte, dass diese Initiative regionale Positionen koordinieren, institutionelles Fachwissen fördern und die digitale Resilienz gegenüber neuen geopolitischen Bedrohungen stärken würde. Chemane betonte auch die Bedeutung der Umsetzung der relevanten Vorschriften des nationalen Cybersicherheitsgesetzes, insbesondere jener zum Schutz kritischer Infrastrukturen und grundlegender Dienste. Er rief die Mitglieder der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder zu verstärkter Zusammenarbeit auf, um die geopolitischen Herausforderungen im Zusammenhang mit digitaler Souveränität, Cybersicherheit und dem Aufkommen der KI-Technologie gemeinsam zu bewältigen.
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