de.wedoany.com-Bericht: Ein neuer Akteur betritt Japans digitale Infrastruktur: DigitalBridge hat gemeinsam mit der Japan Extensive Infrastructure (JEXI), einer Tochtergesellschaft der Sumitomo Mitsui Trust Group, die unternehmensorientierte Colocation-Rechenzentrumsplattform Nippon Gateway Infrastructure (NGI) ins Leben gerufen. Ziel der Plattform ist es, die wachsende Nachfrage nach digitaler Infrastruktur in Japan zu decken.
Das Anfangskapital von NGI stammt aus einem von NEC erworbenen Rechenzentrumsportfolio, das die beiden Kernregionen Tokio und Osaka abdeckt. Nach Abschluss der Transaktion wird NEC weiterhin als strategischer Kunde mit NGI zusammenarbeiten. NGI plant, die Plattform durch weitere Übernahmen, den Ausbau bestehender Anlagen und selektive Greenfield-Entwicklungen zu vergrößern.
Das Managementteam steht bereits fest. Hiroshi Ogasawara übernimmt die Rolle des Präsidenten und CEO; seine Karriere umfasst Stationen bei SCSK, SCSK NEC Data Center Management und AT TOKYO. Masato Hoshino wird Executive Vice President und COO; zuvor war er Leiter des Asien-Geschäfts von Colt Technology Services. Yoshiaki Fujimori, Vorsitzender von Oracle Japan, wurde zum Vorsitzenden von NGI ernannt.
Hintergrund des Joint Ventures ist die gleichzeitige Zunahme von drei Nachfragefaktoren: unternehmenseigene KI-Anwendungen, Cloud-Migration und die Einhaltung von Datenhoheitsvorschriften, die die Angebotslücke bei carrierneutralen Colocation-Einrichtungen weiter vergrößern. DigitalBridge erklärte, dass NGI sich auf den Unternehmenskundenstamm konzentrieren und gleichzeitig neue Übernahmen und Neubauprojekte in den wichtigsten japanischen Städten vorantreiben werde. JEXI sieht in dem Joint Venture eine Übereinstimmung mit seiner Gesamtstrategie, inländische Infrastrukturopportunitäten mit institutionellem Anlagekapital zu verbinden und gleichzeitig die langfristige industrielle Entwicklung zu fördern.
Justin Chang, Senior Managing Director und Leiter des Asien-Geschäfts von DigitalBridge, wies darauf hin, dass die Gründung von NGI die Strategie des Unternehmens widerspiegele, gemeinsam mit hervorragenden Managementteams und strategischen Partnern digitale Infrastrukturplattformen aufzubauen und zu stärken. Mit einem hochwertigen Ausgangsportfolio an Rechenzentrumsanlagen, einem erfahrenen Management unter der Leitung von Hiroshi Ogasawara und Masato Hoshino sowie einer Reihe skalierbarer Möglichkeiten habe NGI das Potenzial, sich zu einer führenden Rechenzentrumsplattform auf dem japanischen Markt zu entwickeln.
Aus Marktsicht ist Japan bereits einer der am schnellsten wachsenden Colocation-Märkte in Asien. Hyperscaler-Cloud-Anbieter, KI-Infrastrukturanbieter, Finanzinstitute und lokale Unternehmen suchen aktiv nach carrierneutralen Einrichtungen, um ihre Rechenkapazitäten zu erweitern. Tokio und Osaka bleiben die zentralen Rechenzentrums-Hubs Japans und ziehen kontinuierliche Investitionen globaler und lokaler Betreiber wie Equinix, Digital Realty, AirTrunk, STACK Infrastructure und AT TOKYO an. DigitalBridge bewegt sich von Einzelanlagen hin zu Plattformlösungen und erweitert seine regionale digitale Infrastruktur durch die Zusammenarbeit mit lokalen Betreibern und Investoren. Die Gründung von NGI folgt dem Branchentrend, dass Infrastrukturinvestoren bestehende Unternehmenskundenressourcen mit lokalen Managementfähigkeiten kombinieren, um im fragmentierten Colocation-Markt zu konsolidieren und sich frühzeitig auf die KI-getriebene Infrastrukturnachfrage vorzubereiten.









