de.wedoany.com-Bericht: Sierra Gorda SCM plant, 100 Millionen US-Dollar in Exploration zu investieren, um die Betriebsdauer seiner chilenischen Kupfer-Molybdän-Mine von 2035 auf 2049 zu verlängern. Die Strategie umfasst auch die Prüfung einer Erhöhung der täglichen Verarbeitungskapazität der Aufbereitungsanlage von 130.000 auf 165.000 Tonnen. Der Generaldirektor des Unternehmens, Marcelo Bustos, enthüllte den Plan in einem Interview mit der Zeitung „El Mercurio“, das von Reuters auf MINING.COM veröffentlicht wurde.

Die Strategie von Sierra Gorda SCM gliedert sich in drei Richtungen. Erstens Explorationsaktivitäten im Wert von 100 Millionen US-Dollar, die zwischen 2028 und 2032 durchgeführt werden sollen. Zweitens die Verlängerung der Minenlebensdauer bis 2049. Drittens die Prüfung einer Erhöhung der Kapazität der Aufbereitungsanlage von derzeit 130.000 auf 165.000 Tonnen pro Tag. Der Explorationsplan wird 2026 im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Das Projekt zur Verlängerung der Minenlebensdauer wird voraussichtlich zwischen 2027 und 2028 eingereicht. Die Entscheidung über einen möglichen Ausbau der Aufbereitungsanlage sollte noch in diesem Jahr getroffen werden.
Sierra Gorda SCM betreibt im Herzen der Atacama-Wüste in der Stadt Sierra Gorda eine offene Kupfer-Molybdän-Mine, die sich im Besitz des polnischen Unternehmens KGHM Polska Miedź (55 %) und des australischen Unternehmens South32 (45 %) befindet. Die Mine nahm 2014 den Probebetrieb auf und begann am 1. Juli 2015 mit der kommerziellen Produktion. Hauptprodukt ist Kupferkonzentrat, Molybdän ist ein wichtiges Nebenprodukt, daneben fallen geringe Mengen Gold und Silber an. Im Jahr 2023 verarbeitete die Mine durchschnittlich 130.121 Tonnen Erz pro Tag und produzierte 150.198 Tonnen Kupfer sowie 2.982 Tonnen Molybdän. Die genehmigte Kapazität der Aufbereitungsanlage beträgt 230.000 Tonnen pro Tag, die tatsächliche Verarbeitungsmenge schwankt jedoch zwischen 110.000 und 130.000 Tonnen.
Diese Explorationsinvestition zielt darauf ab, Ressourcen zu finden und zu bestätigen, um einen längeren Betrieb aufrechtzuerhalten, und nicht auf eine sofortige Produktionssteigerung. Für Sierra Gorda, das eine niedriggradige porphyrische Kupferlagerstätte abbaut, hängt die Rentabilität von der großvolumigen Verarbeitung, der Betriebskontinuität und der Kostenkontrolle ab. Die Verlängerung der Minenlebensdauer auf 2049 trägt dazu bei, die Nachfrage in der Region Antofagasta nach Lieferanten, Fachdienstleistungen, Transport, Energie und anderen Industrien aufrechtzuerhalten.
Das Wasserversorgungsmodell ist ein besonderes Merkmal von Sierra Gorda im chilenischen Bergbau. Das Unternehmen verwendet zu 100 % nicht entsalzenes Meerwasser, das aus dem Kühlsystem eines Kraftwerks in Mejillones stammt und über eine 144 Kilometer lange Pipeline zur Mine transportiert wird. Im Jahr 2023 wurde der Betrieb zudem zu 100 % mit erneuerbarer Energie versorgt. Das Unternehmen setzt außerdem die Hochdruck-Gesteinsmühlen-Technologie (HPGR) ein, um die Energieeffizienz bei der Erzverarbeitung zu verbessern.
Für Chile stellt diese Ankündigung eine breitere Herausforderung dar: die Aufrechterhaltung seiner Position auf dem globalen Kupfermarkt angesichts der wachsenden Nachfrage nach Elektrifizierung und erneuerbaren Energien. Die zukünftige Versorgung hängt nicht nur von neuen Projekten ab, sondern auch von der Fähigkeit, die Lebensdauer bestehender Betriebe zu verlängern, die Grenzgehalte zu optimieren und die Aufbereitungsanlagen zu verbessern. Der erste Meilenstein wird die Einreichung der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Explorationsplan im Jahr 2026 sein. Anschließend, zwischen 2027 und 2028, wird sich der Fokus auf das Projekt zur Verlängerung der Minenlebensdauer verlagern, bei dem dann Schlüsseldaten wie der neue Abbauplan, die Betriebsdauer, Infrastrukturänderungen, Tailings-Bedarf, Energieverbrauch und erwartete Produktionsmengen bekannt gegeben werden. Die Entscheidung über die Erhöhung der Kapazität der Aufbereitungsanlage auf 165.000 Tonnen pro Tag wird ebenfalls ein entscheidender Punkt sein. Sierra Gorda ist bestrebt, die Kontinuität über das Jahr 2035 hinaus zu sichern und die Exploration als Grundlage für eine neue Betriebsphase zu nutzen.










