de.wedoany.com-Bericht: Das Ministerium für Post, Telekommunikation und digitale Angelegenheiten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) hat mit dem chinesischen Unternehmen Genew Technologies eine Absichtserklärung unterzeichnet, um entlang des Kongo-Flusses ein Glasfaserprojekt im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zu errichten. Dieses umfasst eine Infrastruktur von rund 2.100 Kilometern, darunter eine 1.700 Kilometer lange Glasfaserverbindung entlang des Kongo-Flusses von Muanda bis Kisangani sowie eine fast 400 Kilometer lange Landverbindung.
Das Ministerium erklärte, dass dieses Projekt darauf abzielt, eine wichtige Verbindungskorridor zu schaffen, um das nationale Breitbandnetz des Landes zu stärken und auszubauen. Der Kongo-Fluss und seine Nebenflüsse dienen als Korridor für den Infrastrukturausbau. Dieser Ansatz hilft, einige landseitige Herausforderungen zu umgehen, darunter die Weite des Landes, schlechte Straßenverhältnisse, logistische Einschränkungen und Sicherheitsrisiken entlang der Strecke, die oft die Infrastrukturentwicklung in der DRC verzögern. Wu Minhua, CEO von Genew Technologies, gab bekannt, dass die Gesamtkosten des Projekts auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, wobei die erste Phase mehr als 400 Millionen US-Dollar erfordert.

Während Genew Technologies die Absichtserklärung mit der DRC unterzeichnet, erweitern auch mehrere andere Unternehmen das Glasfasernetz in Afrika. Im letzten Monat eröffnete Seacom eine hochkapazitive Landleitung zwischen Nairobi und Kampala, um den wichtigen digitalen Korridor in Ostafrika zu stärken. Im Juni beschleunigte Telecom Namibia in Zusammenarbeit mit Demshi Investment Holdings den Glasfaserausbau. Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) genehmigte im April 2026 ein Darlehen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar für das nigerianische „Project Bridge", um den Breitbandzugang zu erweitern. Im Februar 2026 eröffneten Vodacom Mosambik (Vodacom Mozambique) und Bayobab Sambia (Bayobab Zambia) eine Glasfaserverbindung an der Grenze zwischen Sambia und Mosambik. Im selben Monat wandelten Ethio Telecom, Djibouti Telecom und die Sudatel Group eine frühere grenzüberschreitende Glasfaser-Absichtserklärung in eine verbindliche Vereinbarung um. Im Februar forderte die Regierung des Tschad auch die Betreiber Sotel und Airtel auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, um die Glasfaserleitung N'Djamena-Mbere zu eröffnen, die den Tschad mit Kamerun verbindet.










