Indien und vier weitere Partner bauen I-2SEA-SeeKabel, Inbetriebnahme für 2029 geplant
2026-07-04 11:30
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de.wedoany.com-Bericht: NEC hat einen Liefervertrag für das Indien-Südostasien (I-2SEA)-Seekabelsystem erhalten und schließt sich dem Konsortium aus Lightstorm, Microsoft, Singtel und Tata Communications an, um die digitale Infrastruktur zu stärken, die Indien, Malaysia und Singapur verbindet. Das Seekabel soll den schnell wachsenden Bedarf an KI, Hyperscale-Cloud-Diensten und Unternehmenskonnektivität in einem der am schnellsten wachsenden digitalen Korridore Asiens decken.

Das I-2SEA-Seekabelsystem ist rund 3.600 Kilometer lang und verbindet direkt die wichtigsten KI- und Hyperscale-Rechenzentrums-Hubs in Hyderabad und Chennai (Indien) mit Singapur (der führenden Cloud-Interconnection- und KI-Drehscheibe der Region) sowie Kuala Lumpur (dem sich schnell ausdehnenden Rechenzentrumskorridor Malaysias). Der kommerzielle Betrieb ist für das vierte Quartal 2029 geplant, das gesamte System soll voraussichtlich 2029 in Betrieb genommen werden.

Das Projekt verfügt über zwei Landepunkte in Indien. Ein Landepunkt befindet sich in Machilipatnam und bietet den kürzesten Seekabelweg nach Hyderabad; der zweite Landepunkt wird an einem neuen diversifizierten Landepunkt in Süd-Chennai liegen. Durch die Integration mit dem über 30.000 Kilometer langen terrestrischen Glasfasernetz von Lightstorm erhalten Kunden nahtlose Verbindungen zu Hyderabad, Mumbai und über 80 Rechenzentren in ganz Indien.

Das Seekabel ist speziell für die Netzwerkanforderungen des KI-Zeitalters konzipiert. Durch die Kombination der 3.600 Kilometer langen Seekabelroute mit der latenzarmen terrestrischen Rückführung von Lightstorm erwartet das Konsortium die schnellsten Übertragungsgeschwindigkeiten auf dem Korridor Singapur/Malaysia-Hyderabad, einer strategisch wichtigen Strecke für KI-Modelltraining und Inferenz-Workloads. Das Netzwerk wird Hyperscaler, GPU-Infrastrukturanbieter, Cloud-Unternehmen und Unternehmen unterstützen, die generative KI-Anwendungen einsetzen.

Lightstorm wird dieses neue Seekabel in seine SmartNet AI Fabric integrieren und so eine verlust- und jitteroptimierte Übertragung über Cloud-Regionen, GPU-Cluster, Rechenzentren und verteilte KI-Infrastrukturen hinweg ermöglichen. Kunden profitieren zudem von der Polarin-Plattform des Unternehmens, die bedarfsgerechte Bereitstellung, einheitliches Netzwerkmanagement, Echtzeit-Transparenz und flexible Kapazitätserweiterung bietet. Das System verwendet an beiden indischen Landepunkten eine interoperable Seekabelarchitektur und eine neutrale Carrier-Landeinfrastruktur.

Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit hat das Konsortium eine optimale Route für das Seekabel entworfen und setzt in den vergrabenen Netzabschnitten eine drei Meter tiefe Verlegestrategie ein, um den Schutz vor externen Beschädigungen zu verbessern und gleichzeitig Netzwerkverfügbarkeit und -resilienz zu maximieren.

NEC bringt über 60 Jahre Seekabel-Erfahrung in das Projekt ein. Das Unternehmen hat weltweit bereits über 450.000 Kilometer Seekabel verlegt – etwa das Elffache des Erdumfangs – und sich eine starke Position im asiatisch-pazifischen Seekabelmarkt aufgebaut.

Das I-2SEA-Konsortium operiert auf Basis einer gemeinsamen Bauvereinbarung und umfasst Lightstorm, Microsoft, Singtel und Tata Communications. NEC fungiert als Systemlieferant, während ASEAN Cableship Pte Ltd (ACPL) als Partner für die Offshore-Installation benannt wurde. Das Konsortium hat Systemkapazitätszusagen zur Vorbereitung der Bereitstellung eröffnet.

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