de.wedoany.com-Bericht: Die indische Regierung treibt ihre strategischen Pläne zur Schaffung umfassender Industriekorridore und Industrieparks voran und hat ein ehrgeiziges Programm namens BHAVYA – Bharat Audyogik Vikas Yojna (Indisches Industrieentwicklungsprogramm) angekündigt, mit dem Ziel, landesweit 100 schlüsselfertige Industrieparks zu errichten.
Rajat Kumar Saini, Geschäftsführer und CEO der National Industrial Corridor Development Corporation (NICDC), erläuterte diese Initiative auf der vierten ICC NicerGlobe LogNext 2026 Konferenz in Mumbai. Er erklärte, dass dieser Schritt darauf abziele, Indiens Position in der globalen Fertigungs- und Lieferkette zu stärken. Die Konferenz, eine Flaggschiffveranstaltung der chemischen Lieferkette und Logistik, die vom Indian Chemical Council (ICC) organisiert wurde, stand unter dem Motto „Jenseits des Horizonts: Gestaltung der chemischen Lieferkette für ein ungewisses Jahrzehnt" und hatte KPMG als Wissenspartner.
In seiner Eröffnungsrede betonte Saini das anhaltende Engagement der indischen Regierung für die Schaffung umfassender Industriekorridore, multimodaler Verkehrs- und Logistikinfrastruktur sowie eines erstklassigen Fertigungsökosystems, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in globalen Lieferketten zu steigern. Er hob besonders hervor, dass eine koordinierte Infrastrukturentwicklung und politische Unterstützung eine entscheidende Rolle bei der Beschleunigung des Wachstums der indischen Chemieindustrie spielen werden.
Vishnu Sharma, Vertreter der NICDC, die dem Ministerium für Industrie- und Binnenhandelsförderung (DPIIT) des indischen Handelsministeriums untersteht, erläuterte die Vision der Regierung, durch umfassende Industriekorridore und erstklassige Logistikinfrastruktur ein global wettbewerbsfähiges Industrieökosystem zu schaffen. Er betonte, dass nahtlose multimodale Verbindungen, intelligente Industriestädte und nachhaltige Infrastruktur entscheidend seien, um die Wettbewerbsfähigkeit der indischen Fertigungsindustrie zu stärken und das Land zu einem bevorzugten globalen Ziel für Chemieproduktion und Lieferketten zu machen.
Samir Somaiya, Vizepräsident des ICC und Vorsitzender sowie Geschäftsführer der Godavari Biorefineries Limited, wies zu Beginn der Konferenz darauf hin, dass die Chemieindustrie in eine Transformationsphase eintrete, in der die Lieferkette über bloße Effizienz hinausgehen und sich in Richtung Resilienz, Intelligenz, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit entwickeln müsse. Er unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Regierung und Technologiepartnern, um Indiens Position als globales Zentrum für Chemiefertigung und Logistik zu festigen.
Aman Sethi, Partner für Öl, Gas und Chemie bei KPMG, stellte bei der Festlegung der Konferenzagenda fest, dass sich das globale Geschäftsumfeld aufgrund geopolitischer Unsicherheiten, der Entwicklung von Handelsrouten, der digitalen Transformation, Nachhaltigkeitsanforderungen und sich ändernder Kundenerwartungen rasch verändere. Er sagte, die Konferenz ziele darauf ab, praktische Einblicke und strategische Richtungen für die nächste Entwicklungsphase der Chemielogistik zu liefern.
Patrick Hore, Global Head of Energy, Chemicals & Raw Materials bei A.P. Møller – Maersk A/S, hielt eine Grundsatzrede, in der er die Transformation der chemischen Lieferkette aus globaler Perspektive beleuchtete. Er betonte die Notwendigkeit des Aufbaus widerstandsfähiger Logistiknetzwerke, um geopolitische Störungen, Handelsanpassungen, digitale Innovationen und Dekarbonisierungsherausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig Geschäftskontinuität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.
Während der Konferenz wurde ein umfassendes Whitepaper veröffentlicht, das von KPMG erstellt wurde. Es bietet strategische Einblicke in die sich entwickelnde Chemielogistiklandschaft, neu auftretende Risiken, technologische Umwälzungen, Nachhaltigkeitsprioritäten und Wege zum Aufbau einer zukunftsfähigen Lieferkette. Darüber hinaus wurden auf der Konferenz Unternehmen ausgezeichnet, die herausragende Leistungen in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz, Gefahrenabwehr und nachhaltige Entwicklung erbracht haben, durch die Verleihung neuer und erneuerter Responsible Care Logo-Zertifikate.










