de.wedoany.com-Bericht: Der anhaltende Preisanstieg bei DDR5-Arbeitsspeicher zwingt Intel dazu, die Produktion älterer Prozessoren mit DDR4-Unterstützung wieder aufzunehmen.

Normalerweise stellt Intel nach der Markteinführung einer neuen Prozessorgeneration die Vorgängermodelle schrittweise ein. So sollte Arrow Lake die 13. Generation der Raptor-Lake-Serie ersetzen, während das kommende Nova Lake den Lebenszyklus der 14. Generation Raptor Lake Refresh beenden würde. Die starken Preisschwankungen bei DDR5-Speicher haben diesen Rhythmus jedoch durcheinandergebracht. Im März dieses Jahres brachte Intel eine „Refresh“-Version der Arrow-Lake-Prozessoren auf den Markt, darunter die beiden Modelle Core Ultra 250K Plus und 270K Plus. Der Markt erwartete ursprünglich, dass diese beiden Chips das Ende des LGA-1851-Sockels markieren würden, der später durch den von Nova Lake verwendeten LGA-1954 ersetzt werden soll, wobei zukünftige Plattformen nur noch DDR5-Speicher unterstützen. Die dramatischen Veränderungen auf dem Speichermarkt zwingen Intel jedoch zu einer Strategieanpassung: Obwohl auch die Preise für DDR4-Speicher gestiegen sind, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch besser als bei DDR5.
Diese Entwicklung wird durch Nachrichten aus dem chinesischen Markt bestätigt. Berichten zufolge hat Intel die Produktion von Core-Chips der 13. und 14. Generation wieder aufgenommen, die auf den Architekturen Raptor Lake und Raptor Lake Refresh basieren. Diese Wiederaufnahme der Produktion konzentriert sich auf den chinesischen Markt, insbesondere auf den OEM- (Original Equipment Manufacturer) und DIY-Markt (Eigenbau). Der Hauptvorteil dieser älteren Prozessoren besteht darin, dass sie je nach Mainboard sowohl DDR4- als auch DDR5-Speicher unterstützen und den Benutzern so eine flexible Wahl bieten. Obwohl China bei der DDR5-Produktion aufholt, kann es die Marktnachfrage noch nicht vollständig decken oder den Preisanstieg umkehren. Informationen von ChannelGate zeigen auch, dass die Lagerbestände von Intel-Prozessoren der 10., 12., 13. und 14. Generation deutlich gestiegen sind.
Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Wiederaufnahme der Produktion nichts mit dem von Intel zuvor erwähnten „Raptor Lake Next“-Chip zu tun hat, einem neuen Produkt auf Basis der dritten Generation der Raptor-Lake-Architektur, das für Anfang nächsten Jahres geplant ist. Intels derzeitige Maßnahmen dienen vielmehr dazu, durch die Wiederaufnahme der Lieferung ausgereifter Produkte dem Marktdruck durch den DDR5-Preisanstieg zu begegnen.










