de.wedoany.com-Bericht: Der US-Ölkonzern Exxon Mobil gab am Dienstag bekannt, dass er für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg von rund 5 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorquartal erwartet, was hauptsächlich auf den durch die gemeinsamen Militäraktionen der USA und Israels gegen den Iran ausgelösten Ölpreisanstieg zurückzuführen ist. Auch die Raffineriemargen des Unternehmens verbesserten sich. Investoren betrachten diese Gewinnübersicht, um die Gesamtleistung der Ölkonzerne im zweiten Quartal zu bewerten.
Der Ölmarkt war von geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten betroffen, der im Februar begann. In dieser Zeit war die Straße von Hormus, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports abgewickelt wird, monatelang fast geschlossen. Daten zeigen, dass der durchschnittliche Schlusskurs des Referenzöls Brent Crude zwischen April und Juni bei 96,68 US-Dollar pro Barrel lag, ein Anstieg von 23 % gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Im April stieg der Ölpreis auf 109,27 US-Dollar pro Barrel, das erste Mal seit 2012. Exxon Mobil gab bekannt, dass der Gewinn im Upstream-Geschäft um 1,6 Milliarden US-Dollar steigen könnte, während Zeiteffekte die Raffineriegewinne um 2,6 Milliarden US-Dollar erhöhen könnten.
Im ersten Quartal hatte das Unternehmen aufgrund von Finanzabsicherungen im Zusammenhang mit Warenlieferungen Verluste in Milliardenhöhe erlitten. Exxon Mobil erklärte, dass diese Positionen „aufgelöst“ würden und in den folgenden Quartalen Gewinne erzielt würden. Allerdings könnten die durch den Krieg verursachten Störungen die Gewinne im Upstream- und Downstream-Geschäft des zweiten Quartals um rund 1 Milliarde US-Dollar schmälern. Exxon Mobil wird die Ergebnisse des zweiten Quartals am 31. Juli veröffentlichen. Laut dem Konsens von LSEG erwarten Analysten für das laufende Quartal einen bereinigten Gewinn von 15,7 Milliarden US-Dollar, etwa das Dreifache des gemeldeten Gewinns im ersten Quartal. Analysten zufolge könnte diese Gewinngröße die Aufmerksamkeit der US-Verbraucher auf sich ziehen. US-Präsident Donald Trump hat die Ölkonzerne bereits aufgefordert, die Benzinpreise zu senken.






