Molabo integriert zweites hybrid-elektrisches Antriebssystem in neue IMOCA-Yacht von Team Malizia
2026-07-09 14:00
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de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Hersteller von Elektroantriebssystemen Molabo und das Team Malizia haben ihre technische Zusammenarbeit ausgeweitet und ein zweites hybrid-elektrisches Antriebssystem von Molabo in die neu vom Stapel gelaufene IMOCA-Yacht von Team Malizia integriert.

Die Installationslösung basiert auf den Daten und Betriebserfahrungen, die mit dem ersten System an Bord der „Malizia-Seaexplorer" gesammelt wurden. Jesse Rowse, technischer Berater von Team Malizia, erklärte, dass die Prioritäten der neuen Lösung auf Gewicht und maximaler Effizienz lägen. Die kompakte Bauweise des Molabo-Motors ermögliche das gesamte Hybridpaket und biete mehr Flexibilität bei der Systemarchitektur. Obwohl das System selbst ähnlich sei, unterscheide sich das physische Layout erheblich. Bei der vorherigen Yacht mussten alle Komponenten an der Stelle des ursprünglichen Dieselmotors installiert werden; da das System nun bereits erprobt sei, könne das Layout von Beginn der Konstruktion an optimiert werden.

Energiemanagement ist zu einem entscheidenden Design- und Leistungsfaktor für IMOCA-Teams geworden. Moderne Hochseerennboote sind auf Navigations-, Kommunikations-, Autopilot-Systeme, Sensoren, Bordcomputer, Sicherheitsausrüstung und Mediensysteme angewiesen, die über Wochen oder Monate in der anspruchsvollsten Umgebung der Erde betrieben werden müssen. Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselsystemen schätzt Team Malizia, dass die neue Hybridinstallation aus der gleichen Kraftstoffmenge deutlich mehr nutzbare Energie gewinnen kann. Da die IMOCA-Klasse und die Veranstalter die Beschränkungen für den Verbrauch fossiler Brennstoffe während der Rennen verschärfen, wird diese Effizienz zu einem entscheidenden Leistungsfaktor. Rowse wies darauf hin, dass Teilnehmer der zukünftigen Vendée Globe auf nur 60 Liter Treibstoff beschränkt sein werden, eine deutliche Reduzierung gegenüber historischen Werten. Mit diesem System könne das Team aus 60 Litern Treibstoff etwa die doppelte Energie gewinnen. Dieser Unterschied sei enorm; ohne ein hocheffizientes System müsste das Team Kompromisse bei der Kommunikation, der Nutzung von Wasserkraftgeneratoren oder der Hinzufügung von Solarzellen und Gewicht eingehen.

Die Erfahrungen mit der ersten Installation haben die Zuverlässigkeit des Systems unterstrichen. Der Molabo-Motor habe sich während des gesamten ersten Einsatzes bewährt, sodass das technische Team den Schwerpunkt von der Konzeptvalidierung auf die Optimierung der gesamten Designarchitektur rund um ein vertrauenswürdiges Antriebssystem verlagern konnte. Rowse beobachtet ein wachsendes Interesse in der gesamten IMOCA-Flotte; das technische Team halte das System auf dem Papier für überlegen und erwarte, dass das Vertrauen mit der zunehmenden Verbreitung ähnlicher Systeme auf anderen Booten wachsen werde. Das Hybridkonzept eigne sich nicht nur für Rennboote, sondern biete die Vorteile des Elektroantriebs bei gleichzeitiger Beibehaltung der Stromerzeugungsfähigkeit, sodass ein leises Auslaufen aus dem Hafen und die Bewältigung von Flauten bei Bedarf möglich seien.

Adrian Patzak, Chief Operating Officer der Molabo GmbH, erklärte, dass man durch die fortlaufende Zusammenarbeit viel gelernt habe und das Vertrauen und Wissen aus dem ersten System es dem Designteam ermöglicht habe, das Layout, die Effizienz und die Segeleigenschaften auf der neuen Yacht zu verbessern. Molabo hat kürzlich Tommi Salonen zum globalen Leiter des maritimen Vertriebs ernannt.

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