de.wedoany.com-Bericht: Nach den neuesten Daten des American Iron and Steel Institute (AISI) wird die inländische Rohstahlproduktion in den USA für die Woche bis zum 4. Juli 2026 auf 1,856 Mio. Nettotonnen (ca. 1,684 Mio. metrische Tonnen) geschätzt, mit einer Kapazitätsauslastung von 80,4 %. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Produktion dieser Woche um 4,3 % gegenüber 1,78 Mio. Nettotonnen (Kapazitätsauslastung 78,9 %) im gleichen Zeitraum 2025; gegenüber der Vorwoche (1,842 Mio. Nettotonnen, Kapazitätsauslastung 79,8 %) betrug der Anstieg 0,8 %.
Das American Iron and Steel Institute (AISI), gegründet 1855 mit Hauptsitz in Washington, D.C., ist die einflussreichste Branchenorganisation der US-Stahlindustrie. Seine Mitgliedsunternehmen umfassen die wichtigsten Stahlproduzenten der USA, und die von ihm veröffentlichten wöchentlichen Rohstahlproduktionsdaten sind ein wichtiger Referenzindikator für den globalen Stahlmarkt.
Aus kumulativer Jahressicht belief sich die gesamte Rohstahlproduktion der USA von Anfang 2026 bis zum 4. Juli auf 48,112 Mio. Nettotonnen, mit einer Kapazitätsauslastung von 78,8 %, was einem Anstieg von 6,0 % gegenüber 45,4 Mio. Nettotonnen (Kapazitätsauslastung 76,8 %) im gleichen Zeitraum 2025 entspricht. Regional betrachtet bleibt die Region der Großen Seen das größte Stahlproduktionsgebiet der USA, mit einer Produktion von 677.000 Nettotonnen in dieser Woche; die südliche Region folgte mit 651.000 Nettotonnen.
Die US-Stahlindustrie verzeichnet seit 2025 ein stetiges Wachstum. Begünstigt durch die kontinuierliche Umsetzung des US-amerikanischen Infrastruktur-Investitionsgesetzes und die politische Förderung der Rückverlagerung der Fertigungsindustrie bleibt die inländische Stahlnachfrage stark. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 sanken die US-Stahlimporte im Jahresvergleich um etwa 12 %, und der Importverdrängungseffekt stützte zusätzlich die Produktionsbereitschaft der heimischen Stahlwerke. Allerdings weisen Branchenanalysten auch darauf hin, dass sich die globale Stahlhandelslandschaft mit der allmählichen Erholung der Stahlkapazitäten in Europa und Asien verändert, was den US-Stahlexport unter gewissen Druck setzt.
Die Kapazitätsauslastung ist ein wichtiger Indikator für die Konjunktur der Stahlindustrie. Eine Kapazitätsauslastung von über 80 % gilt allgemein als Zeichen für einen gut laufenden Sektor. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass sich die US-Stahlindustrie weiterhin in einem relativ hohen Konjunkturbereich befindet. Aufgrund globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten und Änderungen in der Handelspolitik muss die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte jedoch genau beobachtet werden.










