EBRD finanziert Telekommunikation im Senegal und in Kenia mit 270 Millionen Euro
2026-07-11 14:35
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de.wedoany.com-Bericht: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) gab am Donnerstag (9. Juli) bekannt, dass sie dem panafrikanischen Telekommunikationsbetreiber Yas eine Finanzierung in Höhe von insgesamt 270 Millionen Euro (etwa 308,7 Millionen US-Dollar) gewährt. Yas wird von der AXIAN Telecom Group kontrolliert; die Transaktion zielt darauf ab, die Investitionen in Mobilfunknetze und Glasfaser-Infrastruktur im Senegal und in Kenia zu beschleunigen.

EBRD stellt 308 Millionen Dollar für die Telekommunikationsbranche in Subsahara-Afrika bereit

Laut einer Erklärung der EBRD umfasst die Finanzierung eine erste feste Tranche von 170 Millionen Euro, die speziell für die Investitionspläne von Yas im Senegal und in Kenia vorgesehen ist. Im Senegal werden die Mittel für den Ausbau der 4G- und 5G-Mobilfunknetze, die Stärkung der bestehenden Infrastruktur und die Beschleunigung des Glasfaserausbaus verwendet. In Kenia fließen die Mittel in die Modernisierung des Glasfasernetzes des 2025 übernommenen Betreibers Wananchi.

Die Bank plant zudem eine zusätzliche Finanzierungsfazilität in Höhe von 100 Millionen Euro, die Yas für künftige Übernahmen sowie für neue Investitionen in anderen subsaharischen afrikanischen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, nutzen kann. Die EBRD erklärte, diese Investition solle den Wettbewerb im Telekommunikationssektor Senegals und Kenias stärken, indem sie das Wachstum wichtiger lokaler Betreiber unterstützt und den Zugang zu zuverlässigen und erschwinglichen digitalen Diensten verbessert.

Diese Transaktion stellt für die EBRD mehrere Premieren dar: Es ist die erste Investition der Bank im Senegal, die erste Transaktion in lokaler Währung in Subsahara-Afrika und das erste Darlehen in der Region, das eine A/B-Darlehensstruktur verwendet, um institutionelle Anleger zur gemeinsamen Investition mit der Bank zu bewegen.

Die Investition erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Senegal und Kenia ihre Digitalisierungsstrategien verstärken und eine Beschleunigung der Breitbandabdeckung anstreben. In Dakar setzt die Regierung auf die „Neue Technologie-Vereinbarung", um die Digitaltechnologie bis 2034 zu einem Wachstumsmotor zu machen. Das Budget dieser Strategie beträgt 1,105 Billionen CFA-Franc (etwa 1,9 Milliarden US-Dollar), mit dem Ziel, den Beitrag der digitalen Wirtschaft zum BIP auf 15 % zu steigern. Derzeit gibt es im Land noch etwa 540 „weiße Zonen" (Gebiete ohne Netzabdeckung), über 700 Orte können nur das 2G-Netz nutzen, und fast 7 Millionen Menschen sind von der digitalen Kluft betroffen. Kenia gilt aufgrund seiner Entwicklungen im Bereich Mobile Money und digitaler Dienste als einer der fortschrittlichsten digitalen Märkte Afrikas. Mit dem Programm „Digitale Autobahn" (Budget etwa 600 Millionen US-Dollar) plant das Land, über 100.000 Kilometer Glasfaser zu verlegen, 25.000 öffentliche Wi-Fi-Hotspots zu schaffen und die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen zu beschleunigen.

Diese Finanzierung spiegelt auch den Wandel des Finanzierungsbedarfs afrikanischer Telekommunikationsbetreiber wider. Angesichts des Wachstums der digitalen Nutzung, des Datenverbrauchs und der mobilen Finanzdienstleistungen sind Investitionen in 4G-, 5G-Netze und Glasfaser unverzichtbar geworden. Diese Investitionen erfordern jedoch langfristige Finanzierungen, die auf den lokalen Märkten oft schwer zu erhalten sind. Für Yas ist diese Finanzierung die größte in der Geschichte des Konzerns. Hassan Jaber, CEO von Yas, erklärte, dass fast jeder zehnte Mensch in Afrika noch immer außerhalb der Mobilfunkabdeckung lebe. Die Schließung dieser Lücke sei für das Wachstum von Yas von entscheidender Bedeutung und stehe im Mittelpunkt dieser Vereinbarung.

Yas ist in 11 Märkten in Afrika und im Indischen Ozean tätig. Das Geschäft umfasst mobile und feste Dienste, digitale Infrastruktur (Telekommunikationstürme, Glasfasernetze und Rechenzentren) sowie digitale Finanzdienstleistungen. Dieser Bereich der digitalen Finanzdienstleistungen stützt zunehmend die Investitionen afrikanischer Betreiber.

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