Südafrikas Telkom investiert 6,1 Millionen US-Dollar in Gründung einer KI-Akademie
2026-07-11 14:35
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de.wedoany.com-Bericht: Der südafrikanische Telekommunikationsanbieter Telkom hat in Genf angekündigt, 100 Millionen Rand (etwa 6,1 Millionen US-Dollar) in die Gründung des Telkom AI Institute zu investieren – eine nationale Plattform für die Ausbildung im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Ankündigung erfolgte während des von der Internationalen Fernmeldeunion (UIT) organisierten Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS-Forum 2026) im Rahmen der Partner2Connect-Allianz, deren globale Zusagen für digitale Konnektivität bereits 82 Milliarden US-Dollar überschritten haben.

Südafrika: Telkom investiert 6,1 Millionen US-Dollar in KI-Kompetenzen

Die Akademie wird sich vorrangig an junge Menschen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Gemeinschaften richten, die bislang unzureichend in die südafrikanische digitale Wirtschaft integriert sind. Die Schulungen konzentrieren sich auf direkt anwendbare Fähigkeiten in Schlüsselbranchen wie Bildung, Landwirtschaft, Bergbau und Verkehr. Serame Taukobong, CEO der Telkom-Gruppe, erklärte: „Ohne Fähigkeiten bringt Konnektivität Südafrika nur halb so weit. Seit Jahren bauen wir die Netze, die dieses Land verbinden. Das Telkom AI Institute ist unser Versprechen, diese Konnektivität in Fähigkeiten, Arbeitsplätze und Chancen zu verwandeln – zuerst für jene Südafrikaner, die am meisten davon profitieren, aber bisher die wenigsten Möglichkeiten hatten.“

Diese Investition ist Teil eines breiteren Trends afrikanischer Telekommunikationsanbieter, die nicht mehr nur Netze aufbauen, sondern in die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz auf dem Kontinent investieren. Im Oktober 2025 starteten sechs afrikanische Betreiber (Airtel, MTN, Orange, Vodacom, Axian Telecom und Ethio Telecom) auf dem Mobile World Congress in Kigali die G6-Allianz, die auf die Entwicklung KI-basierter Sprachmodelle abzielt, die auf afrikanische Sprachen trainiert werden. Im April 2026 beteiligte sich MTN an der Finanzierungsrunde von 45 Millionen US-Dollar für die Oran Development Corporation (ODC), ein Startup, das speziell auf afrikanische Gegebenheiten zugeschnittene KI-Lösungen für Netze entwickelt.

Laut dem Bericht „Mobile Economy Africa 2026“ der GSM Association (GSMA) hat sich KI im Jahr 2026 von einer rein strategischen Ambition zur operativen Realität afrikanischer Betreiber entwickelt, die zwischen 2025 und 2030 Investitionen in Höhe von 76 Milliarden US-Dollar planen. Der Kontinent verfügt über mehr als 2.000 Sprachen, die in großen Sprachmodellen jedoch stark unterrepräsentiert sind – ein Mangel, der eine neue Form digitaler Ausgrenzung hervorbringen könnte. Herr Taukobong rief afrikanische Betreiber dazu auf, sich aktiv an der Gestaltung globaler KI-Standards und Governance-Rahmenwerke zu beteiligen. Die Afrikanische Entwicklungsbank stellt in ihrem KI-Bericht 2025 die Kompetenzentwicklung auf eine Stufe mit Datenzugang und Rechenleistung. Die Internationale Fernmeldeunion schätzt, dass bis 2030 weltweit zwischen 2,6 und 2,8 Billionen US-Dollar erforderlich sind, um eine universelle Konnektivität zu erreichen.

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