de.wedoany.com-Bericht: Valve hat offizielle Windows-Treiber für die Steam Machine veröffentlicht, was bedeutet, dass Nutzer auf diesem kompakten PC das Betriebssystem Windows 11 installieren können. Diese Entscheidung stößt jedoch in der PC-Gamer-Community auf Kritik.

Windows 11 leidet unter zunehmenden Fehlern und Leistungsproblemen und enthält zudem zahlreiche KI-Funktionen, die Spieler nicht benötigen. Die Installation auf einem Gerät, das für ein leichtgewichtiges Linux-System konzipiert wurde, gilt als fragwürdige Wahl. Die Steam Machine ist mit leistungsschwacher Hardware ausgestattet, verfügt über keine dedizierte GPU und besitzt lediglich eine integrierte Grafikeinheit auf Basis älterer AMD-Technologie sowie 16 GB DDR5-Single-Channel-Arbeitsspeicher – Spezifikationen, die für einen Gaming-PC eher dürftig sind. SteamOS als Standardbetriebssystem ist schlank optimiert und priorisiert die Spieleleistung; Windows 11 hingegen, als umfangreicheres Betriebssystem, schneidet auf dieser Hardware in der Regel schlechter ab.
Nach der Installation von Windows 11 könnten Nutzer mit Leistungseinbußen konfrontiert sein. Die Benutzeroberfläche von Windows 11 ist nicht für die Bedienung mit Fernseher und Controller ausgelegt, was sich von der Big-Picture-Oberfläche von SteamOS unterscheidet. Obwohl Valve die Dual-Boot-Funktion noch nicht implementiert hat, empfinden manche Nutzer Windows 11 dennoch als benutzerfreundlicher als SteamOS. Wenn Nutzer die Steam Machine als Standard-PC verwenden möchten, erscheint die Installation von Windows 11 durchaus sinnvoll.
SteamOS ist im Wesentlichen ein Linux-System, das die Steam-Oberfläche als Schnittstelle nutzt und das Spielen und Kaufen von Spielen über die Steam-Plattform erleichtert. Die Nutzung anderer Stores wie Epic Games Store, GOG oder Xbox gestaltet sich jedoch umständlicher. Zudem verwenden viele Online-Mehrspieler-Spiele Anti-Cheat-Software, die Linux nicht unterstützt, sodass Spieler möglicherweise Windows 11 benötigen, um diese Spiele ausführen zu können.
Berichten zufolge überschreibt die Installation von Windows 11 SteamOS, da ein Dual-Boot derzeit nicht möglich ist, und die Wiederherstellung gestaltet sich kompliziert. Valve hat in Bezug auf die Unterstützung von Windows-Treibern einen schlechten Ruf; das Steam Deck ist ein typisches Beispiel, und es gibt Kritiken, dass Nutzer weiterhin auf zwei Jahre alte Grafik- und Audiotreiber angewiesen sind. Das Spielen mit veralteten Treibern bietet eine schlechtere Erfahrung. Allerdings aktualisiert Valve kontinuierlich die Proton-Kompatibilitätsschicht, sodass viele Spiele nicht mehr zwingend auf Windows 11 angewiesen sind. Proton ermöglicht das Ausführen von Windows-Spielen unter Linux und verringert die Notwendigkeit, Windows 11 zu installieren.






