Laut einem Forschungsbericht der internationalen Analyseagentur Argus erreichten Russlands Anthrazitexporte im ersten Quartal 2025 3,9 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aufgrund seines hohen Heizwerts und der geringen Rauchentwicklung wird Anthrazit häufig in der Energie-, Metallurgie- und Industriebranche eingesetzt. Der Bericht wies darauf hin, dass die wachsende Nachfrage auf dem chinesischen Markt die Hauptantriebskraft für den Anstieg der russischen Anthrazitexporte sei.

Die russische Sibanthracite Group hat sich zum Hauptexporteur entwickelt und exportierte im ersten Quartal 2025 2,1 Millionen Tonnen Anthrazit auf den östlichen Markt, eine Verfünffachung gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024. Die Exportroute von fernöstlichen Häfen nach China gilt als die profitabelste Handelsroute. „Trotz der niedrigen internationalen Kohlepreise bietet die Nachfrage auf dem chinesischen Markt zusätzlichen Wachstumsspielraum für russische Anthrazitkohle“, sagte Grishunin, Geschäftsführer der russischen Nationalen Kreditratingagentur (NRA).
Kotov, Partner des russischen Beratungsunternehmens NEFT Research, wies darauf hin, dass in Chinas metallurgischer Industrie weiterhin eine starke Nachfrage nach Anthrazit besteht. Neben China ist auch Indien aufgrund seiner steigenden Stahlproduktion einer der wichtigsten Importeure von russischem Anthrazit. Aufgrund internationaler Sanktionen, Problemen beim Schienenverkehr und sinkender Kohlepreise sind die russischen Kohleexporte drei Jahre in Folge zurückgegangen. Im Jahr 2024 werden die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 8 % zurückgehen.









