de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Unternehmen Nexa Recursos Minerais hat durch den kombinierten Einsatz von Carboxymethylcellulose (CMC) und einem kontrollierten Sulfidflotationsverfahren die Blei- und Silberausbeute im Bergwerk Vazante im Bundesstaat Minas Gerais erfolgreich stabilisiert und gesteigert. Damit wurde ein durch Veränderungen der Erzeigenschaften verursachter Produktionsengpass behoben. Das Projekt wurde für den „Mining & Metallurgy Industry Excellence Award 2026" nominiert, der von der Zeitschrift Minérios & Minerales veranstaltet wird. Die Preisverleihung findet vom 10. bis 11. Juni im Minascentro in Belo Horizonte statt, zeitgleich mit dem 17. Opex-Seminar.

Die Aufbereitungsanlage Vazante war ursprünglich für die Verarbeitung bestimmter Mineralarten ausgelegt und konzentrierte sich historisch auf die Gewinnung von Zinkkonzentrat durch Flotation von Willemit, aus dem dann Bleiglanz (Sulfid) abgetrennt wurde, um ein Blei-Silber-Konzentrat zu erhalten. Mit zunehmender Abteufung des Bergwerks und einem steigenden Anteil der neuen Mine Extremo Norte am Aufgabegut traten jedoch große Mengen an Cerussit (einer Oxid-Blei-Variante) im Erz auf. Diese geologische Veränderung führte zu einem drastischen Rückgang der metallurgischen Ausbeute von Blei und Silber. Da der Metalltrennschritt am Prozessbeginn liegt, nachdem die Trübe die Mühle verlassen hat, musste das Ingenieurteam schnell eine wirksame Lösung finden, ohne das Anlagenlayout oder den Prozessablauf physisch zu verändern – für neue bauliche Installationen war in der Aufbereitungsanlage kein Platz.
Die Projektforschung konzentrierte sich auf zwei in der Fachliteratur diskutierte Hauptansätze: die Anwendung spezifischer Sammler für Carbonatminerale sowie die Umsetzung einer Sulfidierungsroute, um die Oberfläche von Cerussit in eine Verbindung ähnlich dem sulfidischen Bleiglanz umzuwandeln. Laut den Projektautoren schlossen erste Versuche in mechanischen Laborflotationszellen die direkte Verwendung von Sammlern aus; Substanzen wie Ölsäure und Hydroxychinolin zeigten keine zufriedenstellende Wirkung bei der Verbesserung der erwarteten Leistung. Der methodische Wendepunkt trat bei Sulfidierungstests mit Natriumsulfid in Kombination mit einem Gangartdepressor ein, die ein Verbesserungspotenzial unter den alkalischen pH-Bedingungen des industriellen Betriebs erkennen ließen.










