Porto, Portugal schafft öffentliches Fahrradverleihsystem mit 56 Stationen
2026-07-17 10:35
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de.wedoany.com-Bericht: Die Stadtverwaltung von Porto, Portugal, hat beschlossen, die urbane Verkehrswende zu beschleunigen und einige Maßnahmen des neuen „Plans für nachhaltige urbane Mobilität" (Plano de Mobilidade Urbana Sustentável, PMUS) vorzeitig umzusetzen, insbesondere das Projekt zum Ausbau des Radwegenetzes, um Alternativen zum Auto zu stärken und den öffentlichen Nahverkehr, das Fahrrad und das Zufußgehen zu priorisieren.

Bürgermeister Pedro Duarte bezeichnete diesen Moment bei der Vorstellung des Plans als „Wendepunkt im Paradigma der urbanen Mobilität" und erklärte, Porto solle jenen europäischen Städten folgen, die in nachhaltigere und menschenzentrierte Lösungen investieren. Der Bürgermeister betonte, dass alle vorziehbaren Maßnahmen umgesetzt würden, insbesondere das Radwegenetz, und dass der im PMUS vorgesehene Zeitplan bei Gelegenheit jederzeit angepasst werde.

Zu den geplanten Maßnahmen gehört die Schaffung eines öffentlichen Fahrradverleihsystems, für das bereits 56 Standorte als künftige Stationen entlang des Radwegenetzes festgelegt wurden. Der Plan umfasst zudem den Ausbau und die Sanierung bestehender Radwege, die Erhöhung der Anzahl von Fahrradabstellplätzen, Baumpflanzaktionen, die Einrichtung von „Fahrradzügen" für gemeinsame Ausflüge sowie Kampagnen zur Förderung aktiver Mobilitätsformen. Kurzfristig (von der Stadtverwaltung als innerhalb von zwei Jahren definiert) sind die Umgestaltung des Radwegs an der Rua da Constituição, der Avenida da França und des Universitätscampus Asprela sowie der Bau eines Radwegs geplant, der das Stadtzentrum mit Asprela verbindet. Strukturelle Korridore wie die Avenida da Boavista, die Avenida Gustavo Eiffel und die Achse Campo Alegre–Diogo Botelho–Nun'Álvares sollen hingegen erst in späteren Phasen realisiert werden.

Die Vision des PMUS geht weit über das Fahrradfahren hinaus. Das Dokument sieht eine Neuorganisation des Betriebs der STCP (Portos öffentlicher Nahverkehrsbetrieb) vor, mit mehr Busspuren, Busbevorrechtigung an Ampeln, kürzeren Reisezeiten und dem Bau neuer struktureller Verbindungen, darunter die Erweiterung der Metro Porto, die Entwicklung des Ramal da Alfândega (Zollzweigstrecke) sowie eine künftige öffentliche Wasserstraßenverbindung zwischen Afurada und der Alfândega. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umgestaltung des öffentlichen Raums, einschließlich der Ausweitung der Zone 30 (Rede 30), der Schaffung neuer verkehrsberuhigter Bereiche, der schrittweisen Fußgängerzone im Zentrum, der Verbesserung der Zugangsbedingungen rund um Schulen, der Schaffung weiterer Grünflächen sowie der Umgestaltung wichtiger Straßen wie der Circunvalação und der VCI (Innerer Ring), um die Barrierewirkung dieser Infrastrukturen zu verringern.

Laut Pedro Duarte wird dieser Wandel schrittweise erfolgen und durch Maßnahmen zur Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ergänzt, wie etwa die bereits für bestimmte Nutzergruppen geltende kostenlose Nutzung. Der Bürgermeister räumte ein, dass es Widerstand gegen die Veränderungen geben könnte, versicherte jedoch, dass die Stadtverwaltung vorrangig auf Aufklärung setzen, radikale Maßnahmen vermeiden und Einschränkungen für die Autonutzung, insbesondere beim Parken, schrittweise einführen werde. Der für Verkehr zuständige Stadtrat Hugo Beirão Rodrigues betonte, dass der PMUS ein strategisches, dynamisches Dokument sei, das sich mit der Beteiligung der Stadt weiterentwickeln solle. Der Plan wird im September in die öffentliche Diskussion gehen und anschließend dem Stadtexekutivorgan und der Stadtverordnetenversammlung von Porto zur Beratung vorgelegt.

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