Windkraft macht Griechenland zum Nettoexporteur von Strom
2025-05-21 16:32
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Die Windenergie spielte im vergangenen Jahr eine Schlüsselrolle dabei, dass Griechenland zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 ein Nettoexporteur von Strom wurde.

Griechenland importierte in den vergangenen Jahren große Mengen Strom. Im Jahr 2019 beliefen sich die Nettoimporte laut Umwelt- und Energieminister Nikos Tsafos auf 10 Terawattstunden oder 18 Prozent des Gesamtverbrauchs. Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Griechenland wird im Jahr 2024 mit einem Stromexport von 307 GWh zum Nettoexporteur.

Der wirtschaftliche Nutzen ist entscheidend. Im Jahr 2019 wies die Strombilanz einen negativen Überschuss von 400 Millionen Euro auf, verglichen mit einem positiven Überschuss von 122 Millionen Euro im Vorjahr.

Dieser Wandel macht sich auch bei den Großhandelspreisen für Strom bemerkbar. Vor sechs Jahren waren die Strompreise in Griechenland 34 Prozent höher als in Bulgarien. Mittlerweile sind die Strompreise in Griechenland um etwa 2 Prozent gefallen.

Tzafos fügte hinzu, dass Windenergie das Geheimnis hinter diesem Trend sei. Die Windeigenschaften in Griechenland unterscheiden sich von denen in anderen Ländern Südosteuropas. Manchmal produzieren Windparks in Griechenland viel Strom, während die benachbarten Märkte sehr wenig produzieren.

Die Exporte von Offshore-Windenergie werden weiter zunehmen.

Tatsächlich arbeitet Griechenland daran, seine Stärken durch die Entwicklung von Offshore-Windparks weiter auszubauen. Der Nationale Energie- und Klimaplan (NECP) prognostiziert, dass die Offshore-Windkapazität bis 2030 1,9 GW und bis 2035 6,2 GW erreichen wird.

Abgesehen von einigen derzeit laufenden Pilotprojekten sind die Fortschritte bisher nur langsam vorangekommen. Die Offshore-Entwicklungszonen wurden vorläufig identifiziert und der nationale Plan wurde aktualisiert. Allerdings wurde bislang kein Präsidialerlass unterzeichnet, der die genauen Bedingungen der Offshore-Projekte klarstellt.

Aufgrund der jüngsten geopolitischen und handelspolitischen Lage ist der globale Markt für Offshore-Windenergie mit Problemen wie steigenden Kosten und Unsicherheit konfrontiert.

Aristophanis Stefatos, Chef der Hellenic Hydrocarbons and Energy Resources Management Company (HEREMA), ist jedoch der Ansicht, dass die potenziellen Vorteile für Griechenland diese Bedenken überwiegen. „Wir sollten die Vorteile berücksichtigen, die sich aus der Ausbalancierung erneuerbarer Energien in unserem Energiemix durch Offshore-Windenergie ergeben“, sagte er kürzlich.

Aufgrund ihrer hohen Kapazitätsfaktoren dürften Offshore-Windparks eher als Kraftwerke mit Grundkapazität genutzt werden als herkömmliche Kraftwerke zur intermittierenden Erzeugung erneuerbarer Energien. Ein großer Teil dieses Stroms dürfte exportiert werden.

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