de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung des brasilianischen Bundesstaates Rondônia treibt eine regionale Ausschreibung für Abwasser-Konzessionen voran, mit der sie Investitionen in Höhe von 4,2 Milliarden Real für die flächendeckende Sanitärversorgung anziehen will. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines allgemeinen mangelnden Interesses des Privatsektors an mehreren großen Ausschreibungen für Abwasseranlagen in jüngster Zeit.

Die Ausschreibungsbekanntmachung setzt den Bietertermin auf den 29. September fest, der kurz vor den Wahlen auf Bundes- und Landesebene liegt. Bei dieser Ausschreibung wird ein umfassendes Bewertungskriterium angewandt, das sowohl den höchsten Tarifrabatt als auch die höchste an die Regierung zu zahlende Konzessionsgebühr berücksichtigt. Gemäß den Regeln können Bieter einen Rabatt von bis zu 20 % auf den in der Ausschreibungsbekanntmachung festgelegten Höchsttarif gewähren. Bei Stimmengleichheit wird der endgültige Zuschlag auf der Grundlage des Höchstwerts der festen Konzessionsgebühr ermittelt; der Mindestwert dieser festen Gebühr wird in der Ausschreibungsbekanntmachung auf 567,7 Millionen Real festgelegt, und dieser Betrag muss in allen Angeboten enthalten sein, unabhängig davon, ob der Tarifrabatt 20 % erreicht oder nicht.
Die Laufzeit des Konzessionsvertrags beträgt 35 Jahre, und die voraussichtlichen Gesamteinnahmen belaufen sich auf 8,5 Milliarden Real (basierend auf dem Referenzdatum April 2025). Das Konzessionsgebiet umfasst 40 Städte, darunter die Hauptstadt Porto Velho, die als entscheidend für die wirtschaftliche und finanzielle Tragfähigkeit des Vertrags angesehen wird. In den letzten Jahren gab es zwischen der Landesregierung und der Stadt anhaltende Meinungsverschiedenheiten über den Beitritt zu diesem regionalen Projekt; Porto Velho hatte ursprünglich geplant, eine eigene städtische Konzessionsausschreibung durchzuführen.










