Perus Region Lambayeque treibt Hafenprojekt Puerto Eten voran: Logistikzentrum mit über 600 Millionen US-Dollar Investition
2026-07-23 15:35
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de.wedoany.com-Bericht: Die peruanische Region Lambayeque treibt das Hafenterminalprojekt Puerto Eten (Terminal Portuario de Puerto Eten) sowie den dazugehörigen Industriepark voran, um die Region zu einem neuen Logistikknotenpunkt an der Pazifikküste zu machen. Dieser Vorschlag wurde von Regionalpräsident Jorge Pérez auf der strategischen Konferenz „Nordkorridor Perus: Puerto Eten und die logistische Transformation Nordperus" vorgestellt.

Das Projekt hat eine anfängliche Investition von über 600 Millionen US-Dollar und plant den Bau eines Hafens mit einer Fläche von 740 Hektar und einer Wassertiefe von 15 bis 16 Metern, um Lambayeque zu einem Industrie- und Logistikknotenpunkt mit kontinentaler Ausstrahlung zu machen. Pérez erklärte, dass das Projekt die vorläufige technische Machbarkeitsbescheinigung und die Nutzungsgenehmigung für die Gewässer von der Generaldirektion für Häfen und Küstenwache Perus (Dirección General de Capitanías y Guardacostas del Perú, Dicapi) erhalten habe und der Gesamtplan genehmigt worden sei.

Im regionalen Industriepark (Parque Industrial Macro Regional) in der Ebene von Reque (Pampas de Reque) sind 3.000 Hektar Land rechtlich bereinigt und bei der Nationalen Aufsichtsbehörde für öffentliche Register (Superintendencia Nacional de los Registros Públicos, Sunarp) registriert. Dieser Park wird Industriegebiete, einen Technologiepark, Logistikzentren sowie das Windenergieprojekt Quiñones (Proyecto Eólico Quiñones) beherbergen.

Pérez betonte, dass es sich bei dem Projekt nicht um ein Konzept oder eine Idee handele, sondern um ein bereits ausgereiftes, rechtlich bereinigtes und rechtlich geschütztes Projekt. Er erwähnte, dass das Projekt das logistische Angebot des Nordostens aus einer ganzheitlichen Perspektive integriere und ein strategisches Straßen- und Wasserstraßennetz aufbaue, das über den peruanisch-brasilianischen Zweiozeankorridor (Corredor Bioceánico Perú – Brasil) den Pazifik mit dem Atlantik verbinde. Das geplante regionale Straßennetz umfasst die Sonnenautobahn (Autopista del Sol), die Ostumgehung (Circunvalación Este), die Modernisierung der IIRSA Norte (Nordintegrationsstraße, die Nordkorridorstraße nach Yurimaguas, 1.000 km lang), die neue Autobahn Chiclayo-Pomalca, das Viadukt Óvalo Gran Chimú sowie die Zufahrt zum Internationalen Flughafen José Abelardo Quiñones (Aeropuerto Internacional José Abelardo Quiñones).

Auf regionaler Ebene wird der Plan zudem durch eine von der peruanischen Agentur für private Investitionsförderung (ProInversión) angenommene, kofinanzierte private Initiative für die Baggerarbeiten am Fluss Huallaga (río Huallaga) unterstützt. Dieses Projekt der nordamazonischen Wasserstraße (hidrovía Noramazónica) wird die kommerzielle Schifffahrt von Yurimaguas nach Manaos und Tabatinga in Brasilien wiederbeleben und die Bergbauregionen Michiquillay, La Granja, Galeno und Cañariaco in Nordperu anbinden. Zur Unterstützung der Hafenaktivitäten schlägt die Regionalregierung zudem die Nutzung von entsalztem Wasser durch Umkehrosmose und die Errichtung eines Industrieparks für die Aufbereitung von Bergbauabfällen vor.

Der Zeitplan für das Mehrzweckterminal Puerto Eten (Terminal Portuario Multipropósito de Puerto Eten) sieht vor, dass das Projekt im Jahr 2026 die endgültige technische Machbarkeitsbescheinigung, 2027 die Nutzungsrechte für die Gewässer, 2028 die Baugenehmigung erhält und der kommerzielle Betrieb für 2030 geplant ist. Durch Steuertechnik hat die Region bereits rund 270 Millionen US-Dollar in die Straßeninfrastruktur investiert. Die Behörden erwarten, dass diese neue Logistikplattform die Betriebskosten der Branche um mindestens 10 % senken und so die Wettbewerbsfähigkeit des Außenhandels steigern wird.

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