de.wedoany.com-Bericht: Der brasilianische Verband der Maschinen- und Anlagenbauindustrie (Abimaq) hat zu den neuen US-Zöllen Stellung bezogen, die am vergangenen Freitag (24.) in Kraft traten. Der Verband weist darauf hin, dass die Branche, einschließlich der Hersteller von Landmaschinen, bei einer Überlagerung beider Maßnahmen mit Zöllen von bis zu 37,5 % konfrontiert sein könnte. Davon entfallen 25 % auf die ausschließlich gegen Brasilien gerichteten Zölle, die am 22. Juli in Kraft traten; weitere 12,5 % neue Zölle wurden am vergangenen Freitag unter dem Vorwurf der „Nutzung von Zwangsarbeit“ verhängt.
In einer Erklärung teilte der Verband mit, dass der 12,5-prozentige Zoll auf Basis der Zwangsarbeitsermittlungen nicht für Produkte gelte, die unter die Maßnahme gemäß Abschnitt 232 fallen. Für Produkte jedoch, die von den zusätzlichen 25 % Zoll betroffen und nicht von den Ausnahmen der neuen Ermittlungen erfasst seien, könnten beide Maßnahmen kumuliert werden, da sie auf unabhängigen Verfahren und unterschiedlichen Rechtsgrundlagen beruhten. In diesem Fall könnte die zusätzliche Zollbelastung 37,5 % erreichen.
Abimaq bewertet, dass die Maßnahme die Kosten für US-Importeure und Endverbraucher erhöhe, die rechtliche Unsicherheit verschärfe, die Vorhersagbarkeit von Geschäftsbeziehungen verringere und die Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Unternehmen beeinträchtige. Der US-Markt ist eines der Hauptziele für brasilianische Exporte von Investitionsgütern.
Der Verband fordert die Bundesregierung auf, die Unterstützung für die Exportwettbewerbsfähigkeit zu verstärken, einschließlich der Regulierung des „Brasilien-Souveränitätsplans 3“, der Verschiebung von Bundessteuern und der Stärkung der Agenda zur Marktdiversifizierung. Gleichzeitig spricht sich der Verband gegen Handelsvergeltungsmaßnahmen gegenüber den USA oder die Anwendung des „Reziprozitätsgesetzes“ aus und plädiert für eine Wiederaufnahme des diplomatischen Dialogs zwischen beiden Ländern, um integrierte Lieferketten zu schützen und die bilateralen Spannungen abzubauen.
José Velloso, Geschäftsführer von Abimaq, erklärte in einem Interview mit Bastidores CNN, dass auch Teile der US-Wirtschaftskreise gegen die hohen US-Zölle auf brasilianische Produkte seien. Er halte die Entscheidung für deutlich politisch motiviert und nicht durch die wirtschaftlichen Daten der bilateralen Beziehungen beider Länder zu rechtfertigen. Velloso erinnerte an die Geschichte der US-Zölle gegen Brasilien und wies darauf hin, dass Brasilien am sogenannten „Befreiungstag“ mit weltweit niedrigsten 10 % Zöllen bedacht worden sei, gerade weil Technikexperten bewertet hätten, dass die USA gegenüber Brasilien einen Handelsüberschuss hätten.










