de.wedoany.com-Bericht: Nornickel hat im Bergwerk Taimyrsky ein mechanisiertes Vortriebssystem namens „Norda“ in Betrieb genommen, um die reichen Erze der Lagerstätte „Severnaya-4“ abzubauen.
„Norda“ ist ein 160 Meter langes und rund 700 Tonnen schweres Vortriebssystem, dessen Arbeitsorgan das Gestein mechanisch zerkleinert und Tunnel mit einem Durchmesser von 5,53 Metern erzeugt. Die Technologie verzichtet auf das herkömmliche Bohr- und Sprengverfahren, bei dem eine Reihe von Sprengungen erforderlich ist. Stattdessen schneidet die Maschine das Gestein kontinuierlich und bewegt sich mithilfe hydraulischer Abstützvorrichtungen vorwärts. Dies reduziert die Vibrationseinwirkungen auf das Gebirge und vermeidet durch Sprengungen verursachte Gesteinsschäden.
„Norda“ wurde speziell für Hartgestein entwickelt. Bisher wurden derartige Geräte hauptsächlich im Tunnelbau sowie im Salz- und Kohlebergbau eingesetzt. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der „Industria Gornodobywajuschtschich Technologi“ (Bergbautechnologie-Industrie) und dem Ausrüstungshersteller Robbins realisiert; die technische Entwicklung dauerte über zehn Jahre.
Alexander Leonow, Vizepräsident von Nornickel und Leiter der Polar-Division, erklärte, das Unternehmen starte ein einzigartiges Projekt im Bergbau, da derartige Geräte zuvor noch nie in Hartgestein eingesetzt wurden. „Norda“ eröffne eine fortschrittlichere, sicherere und besser kontrollierbare neue Vortriebsweise.
Das Gerät ist mit einem elektrischen Antrieb und einem digitalen Steuerungssystem ausgestattet. Informationen über Betriebsparameter, Gerätezustand, Produktivität und Stillstandszeiten werden in Echtzeit an die Oberfläche übertragen. Zukünftig wird die Technologie es ermöglichen, den Automatisierungsgrad der Untertagearbeiten schrittweise zu erhöhen und die Anzahl der Mitarbeiter an der Ortsbrust zu reduzieren.
Für die Installation von „Norda“ im Bergwerk Taimyrsky wurde eigens eine Aufstellkammer vorbereitet. Rund 300 Tonnen an Hilfsausrüstung und Ersatzteilen wurden nach Norilsk geliefert, und das Personal für den Betrieb des Geräts hat die erforderliche Schulung erhalten.
Die voraussichtliche Vortriebsgeschwindigkeit des Geräts kann bis zu 500 Meter pro Monat betragen, mit Potenzial für weitere Steigerungen. Für 2026 ist geplant, mit „Norda“ 150.000 Tonnen Erz zu fördern; langfristig könnte die jährliche Kapazität 500.000 Tonnen erreichen.











