Argentinisches MARA-Kupferprojekt reicht Umweltverträglichkeitserklärung für die Entwicklungsphase ein – Investitionsvolumen 4,5 Milliarden US-Dollar

2026-09-18 10:21
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de.wedoany.com-Bericht: Das von Glencore betriebene MARA-Kupferprojekt hat dem Bergbauministerium der Provinz Catamarca den Umweltverträglichkeitsbericht (IIA) für die Entwicklungsphase vorgelegt. Das Projekt entsteht durch die Integration der Kupfer-Gold-Lagerstätte Agua Rica mit der bestehenden Infrastruktur der Mine Alumbrera. Der nun eingereichte IIA umfasst die Umwelt- und sozialen Auswirkungen sowie die Managementmaßnahmen für die Projektentwicklung, den Betrieb bis hin zur Stilllegungsphase. Damit rückt das Projekt von der bisherigen fortgeschrittenen Explorations- und Machbarkeitsstudienphase in das Verfahren der provinzialen Umweltverträglichkeitsprüfung für die Entwicklungsphase vor.

MARA hatte bereits im August 2025 die Aufnahme in das argentinische Anreizsystem für Großinvestitionen (RIGI) beantragt und dabei ein Investitionsvolumen von rund 4,5 Milliarden US-Dollar angegeben. Nach offiziellen Projektangaben sollen in der Bauphase mehr als 2000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das derzeitige Kernentwicklungskonzept von MARA sieht den Abbau der Lagerstätte Agua Rica vor, wobei die bereits vorhandene Aufbereitungsanlage und die zugehörige Infrastruktur von Alumbrera so weit wie möglich genutzt werden sollen, um den Umfang neu zu errichtender großer Verarbeitungsanlagen zu reduzieren.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Machbarkeitsstudien- und Genehmigungsphase. Laut der offiziellen MARA-Website wurden für die fortgeschrittene Exploration bereits die erforderlichen behördlichen und gerichtlichen Genehmigungen erteilt und geologisch-metallurgische sowie geotechnische Feldarbeiten durchgeführt, um Daten für den Abschluss der Machbarkeitsstudie zu liefern. Nach der nun erfolgten Einreichung des IIA für die Entwicklungsphase besteht der nächste entscheidende Schritt darin, dass die zuständige Behörde der Provinz Catamarca die technische und ökologische Prüfung abschließt und die entsprechende Umweltgenehmigung erteilt; der eigentliche Minenbau hat noch nicht begonnen.

Das technische Konzept von MARA basiert auf der Integration des Tagebaus Agua Rica mit dem bestehenden Verarbeitungssystem von Alumbrera. Öffentlich zugängliche Projektunterlagen zeigen, dass das Erz vom Tagebau Agua Rica zu einer Primärbrechanlage transportiert und anschließend über ein Landfördersystem zur Verarbeitungsanlage Alumbrera gebracht werden soll. Geplant sind dabei ein etwa 5,2 Kilometer langer Tunnel und ein etwa 35 Kilometer langes Förderband. Das Verarbeitungssystem soll eine Erzversorgungsmenge von etwa 42 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen.

Auch die bestehenden Anlagen von Alumbrera werden parallel wieder in Betrieb genommen. Offiziellen MARA-Unterlagen vom September zufolge hat Glencore die Wiederaufnahme des Betriebs von Alumbrera bestätigt und plant, die Produktion in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 wieder aufzunehmen. Diese Anlagen sollen als wichtige Verarbeitungs- und Infrastrukturplattform für die weitere Entwicklung von MARA dienen.

Bis August 2026 ist die Zahl der Beschäftigten an den relevanten Betriebsstandorten von MARA in der Provinz Catamarca auf 1844 gestiegen, ein Anstieg um 735 gegenüber 1109 zu Jahresbeginn. Davon wurden 575 neue Stellen mit lokalen Arbeitskräften aus Catamarca besetzt. Die Gesamtzahl der lokalen Beschäftigten beläuft sich auf 1484, was 80,5 % der derzeitigen Projektmitarbeiter entspricht. Diese Stellen dienen hauptsächlich der laufenden Exploration, der technischen Vorbereitung, der Wiederinbetriebnahme von Alumbrera sowie der Vorbereitung der weiteren Projektentwicklung und bedeuten nicht, dass der Hauptbau von MARA bereits vollständig angelaufen ist.

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