Südkorea und Chile unterzeichnen fünf Abkommen zur Stärkung der Lithium- und Kupferlieferkette
2026-08-01 14:15
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de.wedoany.com-Bericht: Am 31. Juli haben Südkorea und Chile offiziell eine strategische Partnerschaft für kritische Mineralien etabliert. Die Präsidenten beider Länder, Lee Jae Myung und José Antonio Kast, unterzeichneten während des Gipfels in Santiago fünf Absichtserklärungen, die Bereiche wie Mineralressourcen, polizeiliche Zusammenarbeit, Antarktisforschung, maritime Sicherheit sowie bilaterale Investitionen zwischen der Korea Trade-Investment Promotion Agency (KOTRA) und der chilenischen Investitionsförderungsagentur (InvestChile) abdecken.

Dieses Mineralienpartnerschaftsabkommen hebt die bilaterale Zusammenarbeit auf Ministerebene an. Beide Seiten werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette kritischer Ressourcen Informationsaustausch, technologische Kooperation und Expertenaustausch durchführen, mit besonderem Fokus auf Lithium und Kupfer – die beiden für die globale Energiewende wichtigsten Mineralien.

Lee Jae Myung erklärte, dass beide Länder im Bereich kritischer Mineralien „natürliche und ideale Partner“ seien. Chile ist der weltweit größte Kupferproduzent und verfügt über die größten Lithiumreserven der Welt; Südkorea ist führend in den Bereichen Halbleiter, Batterien und anderen fortschrittlichen Industrien. Die Komplementarität beider Seiten mache sie zu strategischen Akteuren in der Lieferkette für saubere Technologien.

Die Zusammenarbeit umfasst auch den Austausch von Informationen über Explorations- und Erschließungsprojekte, die gemeinsame Entwicklung von Mineralverarbeitungstechnologien sowie die Ausbildung von Fachkräften. Chiles kritische Mineralien generieren jährlich einen Kapitalfluss von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar, und diese Zahl dürfte mit der wachsenden Nachfrage nach Batterien und Halbleiterkomponenten weiter steigen.

Darüber hinaus vereinbarten die beiden Staatschefs, den Gemeinsamen Ausschuss des Freihandelsabkommens zwischen Südkorea und Chile (TLC) erstmals seit zehn Jahren wieder einzuberufen, um das Handelsabkommen von 2004 zu aktualisieren und bilaterale Investitionen zu fördern. Dieser Schritt spiegelt Südkoreas wachsendes Interesse an der Sicherung einer stabilen Versorgung mit Lithium und Kupfer wider, insbesondere angesichts des geopolitischen Wettbewerbs um strategische Ressourcen in der Region.

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