de.wedoany.com-Bericht: Nexa Resources hat bekannt gegeben, dass sein Bergwerk Cerro Lindo in Chincha (Region Ica) in Peru die erste Betriebsstätte des Landes ist, die die Block-Caving-Methode (Blockbruchbau) für den Abbau einsetzt. Diese großflächige Untertagebautechnik kombiniert den ferngesteuerten Einsatz von Scooptrams (Geräte zum Laden und Transportieren von Mineralien) und markiert einen bedeutenden Wandel in der Untertagebauweise des peruanischen Bergbaus.

James Atalaya, General Manager des Bergwerks Cerro Lindo, erklärte, dass die Einführung dieser Technologie sowohl für Nexa als auch für den peruanischen Bergbau von großer Bedeutung sei. Er wies darauf hin, dass die Umsetzung der Block-Caving-Methode in Cerro Lindo den Aufbau entsprechender Kompetenzen in den Bereichen Ingenieurwesen, Geomechanik, geotechnische Instrumentierung, Mikroseismik-Überwachung und Betriebsführung bedeutet und gleichzeitig das Wissen und die Führungsqualitäten der Mitarbeiter im Umgang mit dieser Methode nach hohen Sicherheits- und Effizienzstandards verbessert. Er bezeichnete diesen Schritt als Beleg dafür, dass der peruanische Bergbau nach global fortschrittlichen Industriestandards arbeiten kann.
Das Abbauprinzip der Block-Caving-Methode unterscheidet sich vom konventionellen Untertagebergbau. Anstatt das Erz durch kontinuierliches Bohren und Sprengen zu gewinnen, wird an der Basis eine große Fläche ausgehöhlt, sodass die Erzblöcke durch Schwerkraft und den natürlichen Gesteinsdruck wie Sand in einer Sanduhr aufbrechen und kontrolliert in tiefer gelegene Sammelpunkte absinken.
Der herausragende Vorteil dieser Methode liegt in der erhöhten Personensicherheit. Historische Daten zeigen, dass die Unfallrate bei dieser Methode niedriger ist als bei anderen Abbausystemen. In Cerro Lindo wird dieser Vorteil durch Geräteautomatisierung und Fernbedienung weiter verstärkt, unterstützt durch Echtzeitüberwachung und geotechnische Instrumentierungssysteme, wodurch die Exposition des Personals in Produktions- und Bruchzonen minimiert wird.
Die Methode bietet zudem Vorteile in Bezug auf die Umweltverträglichkeit. Da sie vollständig unter Tage stattfindet, vermeidet sie die für Tagebausysteme typischen großen visuellen und landschaftlichen Fußabdrücke. Als inhärentes Merkmal dieser Methode reduziert der kontrollierte Bruchprozess den Sprengstoff- und Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Abbaumethoden erheblich, und da sie hauptsächlich unter trockenen Bedingungen arbeitet, ist auch der Wasserbedarf deutlich geringer.
Die Einführung dieser Technologie in Cerro Lindo zielt darauf ab, eine kontinuierliche Erzgewinnung zu erreichen und die Betriebskosteneffizienz im Vergleich zum derzeitigen Teilsohlenbau (Sublevel Stoping) zu verbessern, um so die Wettbewerbsfähigkeit des Bergwerksbetriebs zu stärken. Darüber hinaus ermöglicht die Block-Caving-Methode den Zugang zu tieferen Bereichen der Lagerstätte – Zonen mit geringeren Gehalten, aber enormen Volumina, die mit konventionellen Methoden nur schwer wirtschaftlich zu nutzen sind. Dies schafft die Voraussetzungen, um neues Erz in den Bergwerksplan aufzunehmen und die Betriebsdauer zu verlängern, was zur langfristigen Nachhaltigkeit beiträgt.
Die größte Herausforderung des Projekts liegt im Bereich der Geomechanik, nämlich im Verständnis, der Modellierung und der Überwachung des Gesteinsverhaltens unter hohen Spannungsbedingungen. Zu diesem Zweck hat Nexa hochwertige geotechnische Überwachungsinstrumente installiert, um den kontrollierten Bruchprozess in Echtzeit zu überwachen, und erhält Unterstützung von strategischen Partnern, die auf Ingenieurwesen, Geomechanik und Überwachung spezialisiert sind.









