Samsung Heavy Industries unterzeichnet Vertrag für 50-MW-Schwimmendes-Rechenzentrum-Projekt in den USA
2026-08-04 13:40
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de.wedoany.com-Bericht: Samsung Heavy Industries (SHI) hat mit dem in Texas ansässigen Infrastrukturentwickler Mousterian Corporation einen Ingenieurvertrag unterzeichnet, um die Pläne für eine Flotte schwimmender Rechenzentren voranzutreiben. Die Zusammenarbeit zielt auf die Engpässe bei Stromversorgung, Landverfügbarkeit und Kühlung ab, die durch die Lasten künstlicher Intelligenz (KI) entstehen, und soll alternative Lösungen in Form maritimer Infrastruktur bieten.

Der Vertrag umfasst die Basis- und Produktionskonstruktion spezieller verankerter schwimmender Rechenzentrumseinheiten. Jede Einheit ist für eine kritische IT-Kapazität von 50 Megawatt (MW) ausgelegt, wobei die ersten Einsatzorte auf Texas und andere US-Märkte abzielen. Laut einem Bericht der Seoul Economic Daily plant SHI, die Plattform bis zum zweiten Quartal 2028 zu kommerzialisieren.

Der Vorteil schwimmender Anlagen liegt darin, dass sie in der Nähe bestehender Stromquellen eingesetzt werden können, an die herkömmliche Onshore-Projekte oft nur schwer Anschluss finden; das umgebende Wasser bietet zudem Kühlung für hochdichte KI-Ausrüstung. Das Design verwendet eine nicht-verdunstende Kühltechnologie, die nicht auf Trinkwasser angewiesen ist, flüssigkeitsgekühlte KI-Lasten tragen kann und einen geringeren Betriebsgeräuschpegel als herkömmliche Anlagen aufweist.

Min Suh, CEO von Mousterian Corporation, erklärte, dieser Ingenieurvertrag führe die Beziehung der beiden Parteien von der Absichtserklärung in die Umsetzungsphase und biete einen klaren Weg zur Erweiterung der werksseitig vorgefertigten kritischen IT-Kapazitäten, die für KI-Anlagen im großen Maßstab erforderlich sind. Er merkte außerdem an, dass die Fertigung nach Werftstandards eine Parallelisierung von Bau und Standortvorbereitung ermögliche, was die Bereitstellung von Hyperscale-KI-Infrastruktur beschleunigen könnte. Sung-an Choi, Vizepräsident und CEO von Samsung Heavy Industries, wies darauf hin, dass das schwimmende Rechenzentrum auf den bestehenden Erfahrungen des Unternehmens im Schiffs- und Offshore-Ingenieurwesen aufbaut.

SHI stellte das Konzept des schwimmenden Rechenzentrums erstmals im Juni auf der Messe Posidonia 2026 vor und positionierte es als Alternative zu landgestützten Anlagen, die zunehmend Einschränkungen bei verfügbaren Standorten, Strom und Kühlung ausgesetzt sind. Weitere Partner des Projekts sind das in Griechenland ansässige Unternehmen Capital Clean Energy Carriers sowie die Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register.

Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur erforschen mehrere Unternehmen maritime Rechenzentren. Die japanische Reederei Mitsui OSK Lines (MOL) entwickelte 2025 zusammen mit dem Unternehmen für erneuerbare Energien Kinetics eine integrierte schwimmende Rechenzentrumsplattform; im April 2026 kündigte MOL zudem eine Zusammenarbeit mit Hitachi an, um mit umgebauten Schiffen schwimmende Rechenzentren zu entwickeln, mit dem Ziel einer kommerziellen Inbetriebnahme ab 2027. China hat im Lingang New Area in Shanghai das nach eigenen Angaben weltweit erste windbetriebene Unterwasser-Rechenzentrum errichtet, mit einer installierten Kapazität von 24 Megawatt und Investitionen von 1,6 Milliarden Yuan (etwa 226 Millionen US-Dollar). Ob die großflächige kommerzielle Machbarkeit schwimmender Rechenzentren gegeben ist, bleibt abzuwarten, doch die wachsende Zahl von Ingenieurkooperationen zeigt, dass die Branche sie als potenziellen Weg zur Linderung von Strom- und Standortbeschränkungen für KI-Infrastruktur betrachtet.

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