de.wedoany.com-Bericht: Die University of Illinois Urbana-Champaign hat eine Partnerschaft mit dem Wasserstoffinfrastrukturunternehmen GenH2 Corp. geschlossen, um die Forschung zu Flüssigwasserstofftechnologie (LH₂) für die nächste Generation der Luftfahrt voranzutreiben. GenH2 ist eine Tochtergesellschaft der Path2 Hydrogen AG (XETR: PTHH). Im Rahmen der Vereinbarung wird GenH2 der Universität einen Labormaßstab-Wasserstoffverflüssiger zur Verfügung stellen, der es den Forschenden ermöglicht, Flüssigwasserstoff für Luft- und Raumfahrttests vor Ort zu produzieren.
Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten technologischen Wege zur Dekarbonisierung der Luftfahrt, da er eine höhere Energiedichte als herkömmliche Batterien aufweist und einen emissionsfreien Antrieb ermöglicht. Das Center for Sustainable Aviation an der University of Illinois hat die Erforschung von Kryokraftstoffsystemen als Kernrichtung etabliert, doch die Forschung wurde lange Zeit durch den begrenzten Zugang zu Flüssigwasserstoff eingeschränkt – die meisten Hochschulen können die für Labore benötigten kleinen Mengen an Flüssigwasserstoff nur schwer beschaffen und aufrechterhalten. Die Einführung des Wasserstoffverflüssigers löst dieses Engpassproblem: Forschende können Flüssigwasserstoff vor Ort herstellen, wodurch Testprozesse beschleunigt, neue Technologiekonzepte validiert und Datengrundlagen für die Entwicklung wasserstoffbetriebener Flugzeuge geschaffen werden.
Christopher Wallington, Senior Vice President bei GenH2, erklärte, dass der direkte Zugang der Forschenden zu Flüssigwasserstoff ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung der Umsetzung von Innovationen sei und das Unternehmen die Forschung der University of Illinois Urbana-Champaign im Bereich nachhaltiger Luftfahrt unterstütze.
Phillip J. Ansell, außerordentlicher Professor am Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik des The Grainger College of Engineering der Universität und Direktor des Center for Sustainable Aviation, erklärte, dass eine zuverlässige Versorgung mit Flüssigwasserstoff vor Ort die Forschungskapazitäten deutlich erweitern und die Bewertung fortschrittlicher Luftfahrtkraftstoffsysteme und Kryotechnologien beschleunigen werde. Ansell ist zudem Ormsbee Faculty Scholar. Er ist der Ansicht, dass diese Bedingungen dazu beitragen, die für Leistung, Sicherheit und Betrieb von Wasserstoffflugzeugen der nächsten Generation erforderlichen Daten zu generieren.
Diese Zusammenarbeit vereint die luft- und raumfahrttechnische Forschungskompetenz der University of Illinois Urbana-Champaign mit der Expertise von GenH2 in den Bereichen Wasserstoffverflüssigung, Kryotechnologie und Flüssigwasserstoffinfrastruktur. Die neu geschaffene Verflüssigungskapazität vor Ort wird mehrere zentrale Forschungsbereiche unterstützen, darunter Systembetriebsresilienz, Technologiereifegrad, Sicherheits- und Regulierungsvorbereitung sowie Gesamtenergieeffizienz. Die anschließende Forschung wird sich auf Flüssigwasserstoff-Kraftstoffsysteme konzentrieren, einschließlich der Bewertung von Komponenten- und Systemleistung sowie der Validierung von Lagerungs-, Transfer- und Betankungsprozessen. Die Forschenden planen außerdem, kritische Komponenten wie Pumpen, Ventile und Dichtungen unter realen Flüssigwasserstoffbedingungen zu testen.
Die lokale Flüssigwasserstoffproduktionskapazität wird zudem Forschung zu Wärmeübertragung, Mehrphasenströmungsdynamik sowie Langzeitbeständigkeit von Materialien und Komponenten in Flüssigwasserstoffumgebungen unterstützen – diese kryogenen Leistungsfaktoren haben direkten Einfluss auf die Entwicklung wasserstoffbetriebener Flugzeuge. Die Arbeiten könnten aufkommende Luftfahrttechnologien wie dampfgeschirmte Lagertanks, Langstrecken-Unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) und fehlertolerante Kryoisolationsstrategien unterstützen und Daten zu Leistung, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Risikominderung sammeln, die für die Beschleunigung von Flugzeugintegration und -einsatz erforderlich sind. Beide Seiten erklärten, dass diese Zusammenarbeit Forschungsmöglichkeiten erweitern, die nächste Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren ausbilden und die Kommerzialisierung von Flüssigwasserstofftechnologie in der Luftfahrt und anderen aufstrebenden Anwendungsbereichen vorantreiben werde.





















