USA kauft Offshore-Windpachtverträge für 3,9 Milliarden Dollar zurück, zwei Senatoren bringen Wiederherstellungsgesetz ein
2026-08-13 10:21
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Am 11. August brachten die US-Senatoren Angus King und Alex Padilla den „Outer Continental Shelf Leasing Restoration Act von 2026" ein, der einen Mechanismus zur Neuvergabe beendeter oder zurückgegebener Offshore-Windpachtgebiete vorsieht. Das Gesetz befindet sich derzeit in der frühen Phase der Kongressberatung und ist noch nicht in Kraft getreten.

Dem Gesetzestext zufolge können Offshore-Windpachtverträge, die nach dem 20. Januar 2025 durch Kündigung, Aufhebung, Aufgabe oder Vergleichsvereinbarung zurückgegeben wurden, in den Neuvergabeprozess einbezogen werden. Entwickler, deren Pachtgebiete an die zurückgegebenen Flächen angrenzen oder die in derselben Auktionsrunde Pachtverträge erworben haben, erhalten ein Vorrangrecht zur Übernahme; der Preis wird auf Grundlage des in der ursprünglichen Auktionsbekanntmachung des jeweiligen Pachtgebiets festgelegten Mindestgebots pro Acre berechnet.

Nach Zahlung der entsprechenden Beträge durch die Inhaber angrenzender Pachtverträge muss der US-Innenminister diesen einen Pachtvertrag ausstellen, ohne dass ein zusätzliches Genehmigungsverfahren erforderlich ist. Wird das betreffende Gebiet nicht von angrenzenden Entwicklern übernommen, muss das Bureau of Ocean Energy Management der USA das Gebiet innerhalb von 90 Tagen nach seiner Wiedereingliederung in den Pachtressourcenpool erneut ausschreiben und dabei die wesentlichen Bedingungen und finanziellen Konditionen der letzten Auktion übernehmen. Unternehmen, die ihre Pachtverträge ursprünglich freiwillig zurückgegeben haben, sowie deren Muttergesellschaften, Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen dürfen nicht erneut auf dasselbe Gebiet bieten.

Das Gesetz sieht außerdem vor, die bereits in der Phase der Pachtgebietsabgrenzung abgeschlossenen Umweltprüfungen, Analysen und Konsultationsergebnisse beizubehalten, um bei der Neuvergabe von Pachtverträgen eine Wiederholung derselben Prüfungsebene zu vermeiden. Entwickler müssen jedoch bei der späteren Einreichung von Standortbewertungsplänen sowie Bau- und Betriebsplänen weiterhin projektbezogene Umweltprüfungen und Genehmigungsverfahren durchlaufen.

Bis zur Übertragung oder erneuten Ausschreibung der zurückgegebenen Offshore-Windpachtgebiete soll das Gesetz das US-Innenministerium daran hindern, neue Öl- und Gaspachtverträge sowie Genehmigungen für Exploration, Erschließung und Produktion auf dem äußeren Festlandsockel auszustellen; vor Inkrafttreten des Gesetzes bereits ausgestellte Pachtverträge und Genehmigungen sind von dieser Beschränkung ausgenommen. Diese Bestimmung verknüpft die Veräußerung von Offshore-Windpachtverträgen direkt mit der Erteilung neuer Offshore-Öl- und Gasgenehmigungen.

Vor der Einbringung des Gesetzes hatte die US-Regierung bereits mit mehreren Offshore-Windentwicklern Vereinbarungen über den Ausstieg aus Pachtverträgen getroffen. Das deutsche Energieunternehmen RWE gab am 6. August bekannt, dass sein US-Offshore-Windgeschäft mit dem US-Innenministerium eine Vergleichsvereinbarung über 1,22 Milliarden US-Dollar geschlossen hat und drei Pachtverträge vor der Küste der New York Bight, Kaliforniens und Louisianas aufgeben wird. RWE erklärte, dass diese Projekte auf absehbare Zeit keinen gangbaren Weg zur Erlangung von Genehmigungen mehr hätten.

Auch Kalifornien hatte zuvor rechtliche Einwände gegen den Rückkauf entsprechender Pachtverträge erhoben. Das Büro des Generalstaatsanwalts des Bundesstaates sandte am 16. Juli eine Ankündigung einer beabsichtigten Klage an das US-Innenministerium und Invenergy, betreffend den Pachtvertrag OCS-P 0565 im Offshore-Windgebiet Morro Bay vor der Küste Zentralkaliforniens. Für dieses Pachtgebiet war eine maximale Entwicklungsleistung von etwa 2 Gigawatt geplant; die zwischen dem US-Innenministerium und Invenergy vereinbarte Ausstiegsregelung umfasst eine Entschädigung von über 111 Millionen US-Dollar.

Soll das genannte Gesetz umgesetzt werden, muss es noch die Beratungen in beiden Kammern des US-Kongresses durchlaufen und vom Präsidenten unterzeichnet werden. Derzeit hängen der rechtliche Status und die Entwicklungsperspektiven der betreffenden Offshore-Windpachtgebiete weiterhin von den Kongressverfahren, Klagen der Bundesstaaten sowie nachfolgenden bundesstaatlichen Genehmigungsentscheidungen ab.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com