Niger unterzeichnet Abkommen über Bau eines 1,9 Milliarden US-Dollar schweren Raffinerie- und Petrochemiekomplexes – Kapazität steigt auf Rang drei in Westafrika

2026-08-19 11:25
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de.wedoany.com-Bericht: Dimension Net, 15. August – Die Regierung Nigers hat mit dem kanadischen Unternehmen Zimar Group und dessen Partner High Tech in der Hauptstadt Niamey ein formelles Abkommen über den Bau eines Raffinerie- und Petrochemiekomplexes mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,9 Milliarden US-Dollar in der südwestlichen Stadt Dosso unterzeichnet. Das Projekt befindet sich etwa 140 Kilometer östlich von Niamey. Der nigrische Außenminister Bakary Yaou Sangaré und der CEO von Zimar Group, Benjamin Day Marc, unterzeichneten das Abkommen im Namen beider Parteien; der nigrische Premierminister Ali Mahaman Lamine Zeine war bei der Zeremonie anwesend.

Das Projekt wird im Rahmen eines BOT-Modells (Bau – Betrieb – Übertragung) als öffentlich-private Partnerschaft umgesetzt, mit einer Vertragslaufzeit von 16 Jahren, davon 3 Jahre Bauzeit und 13 Jahre Betriebszeit, nach deren Ablauf die Anlage an die nigrische Regierung übergeht. Die Raffinerie ist für eine Verarbeitungskapazität von 100.000 Barrel pro Tag ausgelegt und umfasst begleitend Pipelines, Lagereinrichtungen sowie petrochemische Anlagen. Nach Fertigstellung wird das Projekt die drittgrößte Raffinerie Westafrikas sein, nach der Dangote-Raffinerie in Nigeria (700.000 Barrel pro Tag) und der Sentuo-Raffinerie in Ghana (120.000 Barrel pro Tag).

Dies ist nicht der erste Kontakt zwischen den beiden Seiten. Niger und die Zimar Group hatten im Oktober 2024 eine Absichtserklärung für das Projekt unterzeichnet; seither hat die nigrische Regierung den Plan geprüft und überarbeitet. Ursprünglich war eine modulare Raffinerielösung in Betracht gezogen worden, die später zugunsten einer technisch ausgereifteren und größeren konventionellen Raffineriekonfiguration angepasst wurde. Zimar muss innerhalb von 4 Monaten die Finanzierung sicherstellen und die detaillierte technische Planung abschließen sowie innerhalb von 12 Monaten den finanziellen Abschluss erreichen.

Niger verfügt derzeit nur über eine Raffinerie in Zinder, die zu 60 % von CNPC gehalten wird, 2012 in Betrieb ging und eine Verarbeitungskapazität von 20.000 Barrel pro Tag hat. In den letzten Jahren hat die Abschaffung der Kraftstoffsubventionen in Nigeria zu einem starken Rückgang des Schmuggelkraftstoffs aus den Nachbarländern geführt, was die Benzin- und Dieselknappheit im heimischen Markt Nigers verschärft hat. Nach der Inbetriebnahme der neuen Raffinerie wird sich die Raffineriekapazität Nigers auf das Fünffache des aktuellen Niveaus erhöhen. Die nigrischen Behörden schätzen die Ölreserven des Landes auf etwa 853 Millionen Barrel, mit einem potenziellen Ressourcenvorkommen von etwa 2,7 Milliarden Barrel im Kafra-Becken.

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