SoftBank und Ericsson validieren KI-natives RAN im 5G-Netz in Japan, Spektrumeffizienz um bis zu 25 % gesteigert

2026-08-22 14:06
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de.wedoany.com-Bericht: SoftBank und Ericsson Japan K.K. haben im kommerziellen 5G-Netz von SoftBank die erste KI-native Scheduler-Lösung für Link Adaptation in Japan validiert und bestätigt, dass diese Funktion im realen Netzbetrieb wirksam ist. Diese Funktion gehört zu den KI-Funktionen in der Ericsson-RAN-Software (Ericsson AI in RAN) und bringt KI direkt in das Funkzugangsnetz (RAN), wo sie in Echtzeit ausgeführt wird.

SoftBank und Ericsson validieren KI-natives RAN im 5G-Netz in Japan

Beide Unternehmen bewerteten im kommerziellen 5G-Netz von SoftBank die Spektrumeffizienz, den Nutzerdurchsatz, die Robustheit und die Stabilität. Die Ergebnisse zeigen, dass die Spektrumeffizienz im Vergleich zu herkömmlichen Technologien um bis zu etwa 25 % und der Downlink-Nutzerdurchsatz um bis zu etwa 50 % gesteigert werden konnte; an allen bewerteten Standorten verbesserten sich beide Kennzahlen im Durchschnitt um etwa 10 %.

Mit der Verbreitung generativer KI und damit verbundener Technologien halten KI-Assistenten, autonome Agenten und immersive Anwendungen zunehmend Einzug in den Alltag. Mobile Netze müssen sowohl den kontinuierlich steigenden Datenverkehr bewältigen als auch neue Verkehrsmuster und komplexere Konnektivitätsanforderungen adressieren. Eine bloße Erweiterung der Netzkapazität reicht nicht mehr aus, um diesen Veränderungen gerecht zu werden. Die direkte Bereitstellung von KI im RAN ermöglicht es Betreibern, sich flexibler an Funkumgebungen und Verkehrsschwankungen anzupassen und gleichzeitig Leistung und Ressourcennutzung zu optimieren. Die nun im kommerziellen Netz abgeschlossene Validierung zeigt, dass KI-native Technologie sowohl die Leistung bestehender Netze verbessern als auch die Grundlage für die leistungsfähige Konnektivität schaffen kann, die für KI-gestützte Dienste der nächsten Generation erforderlich ist. Mit Blick auf die künftige Zusammenarbeit bei 5G Advanced und 6G bestätigten beide Unternehmen, dass KI leistungsfähige, sichere und flexible Mobilfunknetze unterstützen kann.

Der herkömmliche Ansatz zur Optimierung der Link Adaptation basiert auf regelbasierten Algorithmen mit Offline-Analysen und statischen Parametereinstellungen. Der KI-native Scheduler von Ericsson setzt stattdessen auf Echtzeit-KI-Entscheidungen in der Basisband-Hardware. Nachdem das Modell die komplexe und dynamische Funkumgebung erlernt und daraus Schlussfolgerungen gezogen hat, kann es die Verbindungsparameter für Nutzer an Zellrändern oder in Gebieten mit hohen Interferenzen anpassen, den Nutzerdurchsatz unter schwierigen Bedingungen wie Überlastung stabilisieren und durch höhere Spektrumeffizienz mehr Datenverkehr im vorhandenen Frequenzspektrum bewältigen.

Diese Validierung ist Teil der KI-nativen RAN-Zusammenarbeit beider Unternehmen. SoftBank definierte die Anforderungen an die Bewertungsgebiete basierend auf den Verkehrsmerkmalen, während Ericsson das KI-native Link-Adaptation-Scheduler-Modell mit realen Netzdaten trainierte sowie Implementierung und Optimierung durchführte, sodass es die Kanalkapazität in Echtzeit vorhersagen und geeignete Downlink-Übertragungsraten wählen kann. Beide Unternehmen arbeiteten von der Parameterauslegung bis zur Bewertung eng zusammen. Beide Seiten erklärten, dass sie künftig SoftBanks Netzeinblicke mit Ericssons RAN-KI-Expertise kombinieren werden, um die Netzleistung in der Betriebsumgebung von SoftBank weiter zu verbessern und gleichzeitig die Weiterentwicklung der KI-nativen RAN-Software zu unterstützen.

Teruyuki Oya, Senior Vice President und Chief Network Officer bei SoftBank, erklärte, dass SoftBank im Rahmen seiner Wachstumsstrategie „Activate AI for Society“ daran arbeite, die Vorteile der KI einer breiteren Bevölkerung und Industrie zugänglich zu machen. Nach der raschen gesellschaftlichen Einführung von KI müssten Mobilfunknetze größere und stärker schwankende Datenmengen bewältigen. Die Validierung der Wirksamkeit des KI-nativen Schedulers im kommerziellen 5G-Netz mit Ericsson sei ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des RAN, und SoftBank werde den Aufbau KI-nativer Netze weiter vorantreiben. Mårten Lerner, Leiter Netzwerkstrategie und Produktmanagement bei Ericsson, bezeichnete die Zusammenarbeit als Bestätigung der KI-nativen RAN-Strategie und Technologieführerschaft von Ericsson. Durch die Einführung von Carrier-grade-KI im RAN und die Nutzung von Ericsson Silicon für Echtzeit-Optimierungen in der bestehenden Installationsbasis könnten Leistung und Effizienz kommerzieller 5G-Netze gesteigert werden. Erst die Kombination aus fortschrittlichen KI-Fähigkeiten, Betreiber-Know-how und verantwortungsvoll verarbeiteten Daten verwandle KI-Innovationen in messbare Verbesserungen. Jawad Manssour, Präsident und Repräsentativdirektor von Ericsson Japan, wies darauf hin, dass die Bedeutung mobiler Netze für die Erschließung des KI-Werts weiter zunehmen werde. Dieser Feldversuch beweise, dass der direkte Einsatz von KI im Funkzugangsnetz in einem Live-Netz mit kommerzieller Hardware und Software konkrete Vorteile erziele. Beide Unternehmen würden ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen, um fortschrittliche Netzwerklösungen aus Japan weltweit zu verbreiten.

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