Portugiesischer Verein Quercus lehnt Abbau von Kaolin-Ton auf 101 Hektar in Peniche ab

2026-08-29 10:49
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de.wedoany.com-Bericht: Die Umweltvereinigung Quercus hat sich am Freitag öffentlich gegen die geplanten Kaolin- und Tonabbauvorhaben in der Gemeinde Peniche ausgesprochen. Als Gründe nannte sie die Nähe des Abbaugebiets zu Wohnsiedlungen sowie mögliche negative Auswirkungen auf Wasser- und Luftqualität. In einer Pressemitteilung erklärte der Verein, man lehne neue Tagebaue für Kaolin in der Region Oeste ab, insbesondere in Gebieten, die unmittelbar an Wohnsiedlungen grenzen, ein Risiko für die Zerstörung empfindlicher Lebensräume darstellen oder deren kumulative Abbaubelastung die Tragfähigkeit der Region übersteigt. Quercus hat die portugiesische Umweltbehörde (APA) aufgefordert, eine negative Umweltverträglichkeitserklärung (DIA) auszustellen oder das Verfahren bis zur Durchführung weiterer vertiefter Untersuchungen auszusetzen.

Quercus wies darauf hin, dass der Abbau sowie der zur Trennung des Kaolins erforderliche Sandwaschprozess große Wassermengen benötigen, was zu einer Degradation und Verschmutzung der Grundwasserleiter führen und die Qualität der öffentlichen Trinkwasserversorgung aus der Talsperre São Domingos (Albufeira de São Domingos) beeinträchtigen könnte. Die beim Aushub und Transport entstehenden Feinstaubemissionen stellten zudem ein direktes Gesundheitsrisiko für die Bewohner der nahegelegenen Ortschaften wie Casais de Mestre Mendo und Serra d'El-Rei dar.

Der Verein ist der Ansicht, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung (AIA) die Überwachung und Quantifizierung von kristallinem Quarzfeinstaub unterlassen habe, der in den quarzreichen Kaolinsanden in großen Mengen vorkomme und als bekannter krebserregender Stoff gelte; zudem sei die Gesamtmenge der jährlich durch das Bergwerk verursachten Treibhausgasemissionen nicht berechnet worden.

In Bezug auf die ökologischen Auswirkungen betrifft die Bergbaukonzession 471 der 662 vorhandenen Korkeichen, während als Ausgleich nur 300 neue Bäume geplant sind; darüber hinaus sind neun gefährdete Tierarten, ein feuchtes Heidegebiet sowie die einheimische Pflanze Portugiesischer Sonnentau (Drosophyllum lusitanicum) betroffen. Quercus warnt außerdem, dass der Bau der Abbaugrube das Geländeprofil irreversibel verändern werde und, falls der endgültige Landschaftsrekultivierungsplan nicht umgesetzt werde, eine langfristige Umweltlast hinterlasse.

Der Verein fügte hinzu, dass das Projekt keine finanzielle Sicherheit für die Wiederherstellung des Gebiets nach Ablauf des Konzessionsvertrags vorsehe; da das Unternehmen Motamineral – Minerais Industriais, S. A. seinen Sitz in Alvarães (Distrikt Viana do Castelo) habe, werde das Projekt zudem keine lokalen Steuereinnahmen für die Region generieren.

Die beiden Gemeinden Óbidos und Peniche im Distrikt Leiria sowie die Gemeindebezirke Atouguia da Baleia, Peniche und Serra d'El-Rei in Peniche haben im Rahmen der öffentlichen Konsultation zur Umweltverträglichkeitsprüfung, die am Dienstag endete, jeweils eine ablehnende Stellungnahme abgegeben. Quercus fordert zugleich die Comunidade Intermunicipal do Oeste (Interkommunale Gemeinschaft des Westens) auf, sich der Sache anzunehmen.

Laut der nichttechnischen Zusammenfassung der Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts trägt das Bergwerk den Namen „Royal China Clay", liegt im Gemeindebezirk Serra d'El-Rei, hat eine Tagebaufläche von 101 Hektar und wurde vom Staat für zwanzig Jahre an die Firma Motamineral – Minerais Industriais, S. A. vergeben. Innerhalb des Abbaugebiets sind drei Abbaukerne mit einer Gesamtfläche von 51,4 Hektar ausgewiesen; die geplante jährliche Gesamtförderung beträgt etwa 569.100 Tonnen, davon rund 31.800 Tonnen Kaolin, 270.000 Tonnen Waschsand und 267.300 Tonnen gewöhnlicher Ton.

Die oben genannten Informationen stammen aus der Pressemitteilung von Quercus sowie aus der nichttechnischen Zusammenfassung der Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts.

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