BASF schließt Modernisierung der ACCF-Anlage in Ludwigshafen ab, Kapazität um rund 30 % erhöht

de.wedoany.com-Bericht: Am 2. September hat BASF die umfassend modernisierte Produktionsanlage für Säurechloride und Chlorameisensäureester (ACCF) am Verbundstandort Ludwigshafen offiziell in Betrieb genommen. Das Investitionsvolumen des Projekts liegt im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Der Modernisierungsumfang umfasste die vollständige Erneuerung der Produktionsinfrastruktur für Säurechloride und Chlorameisensäureester; nach dem Umbau erhöhte sich die Produktionskapazität für die entsprechenden Produkte am Standort um rund 30 %.
Das Projekt wurde im Jahr 2022 gestartet. Damals plante BASF eine systematische Modernisierung der betreffenden Produktionsanlagen und der zugehörigen Infrastruktur in Ludwigshafen und kündigte an, die lokale Produktionskapazität für die entsprechenden Produkte um rund 30 % zu erhöhen. Ursprünglich war die Fertigstellung der Modernisierung für 2025 geplant; der BASF-Geschäftsbericht 2025 führte den Produktionsstart des Projekts anschließend für 2026 auf. Im März 2026 bestätigte das Unternehmen, dass die modernisierte Produktionsanlage die Anlaufphase erreicht hatte; am 2. September erfolgte die offizielle Inbetriebnahme.
Die Anlage in Ludwigshafen gehört zum Geschäftsbereich Intermediates von BASF. Derzeit umfasst das Produktportfolio für Säurechloride und Chlorameisensäureester am Standort rund 25 Produkte, die in Bereichen wie Pharmazeutika, Pflanzenschutz, emulgierte organische Peroxide, Beschichtungen, Kunststoffe und Kautschukmischungen eingesetzt werden. BASF betreibt entsprechende Produktionsanlagen sowohl in Ludwigshafen, Deutschland, als auch in Yeosu, Südkorea.
Neben dem Kapazitätsausbau werden für das ACCF-Produktportfolio in Ludwigshafen seit 2025 erneuerbare Stromzertifikate eingesetzt, die den Stromverbrauch in der Produktion sowie in der vorgelagerten Rohstoffherstellung abdecken. Bezogen auf die Produktionsmenge des Jahres 2025 führt diese Umstellung zu einer durchschnittlichen Senkung des Product Carbon Footprints des betreffenden Produktportfolios um 19 %, wobei die Bilanzierungsgrenzen Scope 1, Scope 2 und Scope 3.1 umfassen. BASF gibt an, dass diese Umstellung keine Änderungen an Produktspezifikationen, Zertifizierungen oder Bestellabläufen mit sich bringt.
Bei Projektstart im Jahr 2022 gab BASF bekannt, dass die kombinierte Jahreskapazität für Säurechloride, Chlorameisensäureester und Alkylchloride an den Standorten Ludwigshafen und Yeosu, Südkorea, zusammen rund 60.000 Tonnen beträgt. Die offizielle Inbetriebnahme markiert den Übergang des über mehrere Jahre laufenden Modernisierungsprojekts der Produktionsanlagen in Ludwigshafen in die Betriebsphase nach Abschluss der Arbeiten.
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