Noria aus den USA bringt den schwimmenden Photovoltaik-Tracker Airon auf den Markt – bis zu 20 % mehr Leistung

2026-09-13 10:00
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de.wedoany.com-Bericht: Der kalifornische Entwickler schwimmender Photovoltaikanlagen Noria Energy hat einen einachsigen Tracker namens Airon vorgestellt, der speziell für Floating Photovoltaic (FPV)-Projekte entwickelt wurde. Das Unternehmen gibt an, dass Airon im Vergleich zu schwimmenden Anlagen mit festem Neigungswinkel die Stromerzeugung um bis zu 20 % steigern kann, während die Gesamtinstallationskosten mit denen einer Lösung mit festem Neigungswinkel vergleichbar sind.

Die heutige Ankündigung von Noria markiert zugleich den Wandel des Unternehmens zu einem unabhängigen Geräte- und Technologieunternehmen. Für die Kommerzialisierung sind der Entwickler verteilter Photovoltaikanlagen Sunrock Distributed Generation und der Hersteller schwimmender Strukturen AccuSolar als strategische Investoren und Partner eingestiegen. Dabei wird AccuSolar als inländischer Fertigungspartner von Noria fungieren, während Sunrock die gemeinsame Projektentwicklung und Finanzierung übernimmt.

Anders als bei bodengestützten Utility-Projekten – wo einachsige Tracker dominieren – setzen schwimmende Photovoltaiksysteme bisher auf Installationsplattformen mit festem Neigungswinkel, um sich an die aquatische Umgebung anzupassen. Airon bringt mit einer niedrigen Bauweise, passiven Stabilisatoren und einem automatischen Einfahrmechanismus die horizontale einachsige Nachführung auf das Wasser, um Windscherung, dynamische Wellenwirkung und Wasserspiegelschwankungen zu bewältigen.

Ohne die Nennkapazität zu erhöhen, kann die einachsige Nachführung auf dem Wasser die Stromerzeugung pro Modul steigern und damit die Energiedichte erhöhen. Dies ist besonders wichtig für Projektstandorte, die durch die Wasserfläche eines Reservoirs oder die lokale Netzanschlusskapazität begrenzt sind.

Alex Mayer, CEO von Noria Energy, erklärte, schwimmende Photovoltaik verwandle unzureichend genutzte Wasserflächen in ertragreiche Energieanlagen, ohne um wertvolle Landflächen konkurrieren zu müssen. Airon übertrage die Erzeugungsvorteile der Photovoltaik-Nachführung auf das Wasser, bei gleichen Installationskosten wie ein System mit festem Neigungswinkel, sodass Kunden bis zu 20 % zusätzliche Stromerzeugung erhalten.

Airon basiert auf horizontaler einachsiger Nachführtechnik. Die Standardlösung verwendet eine 1-in-Portrait-Anordnung (1 Modul hochkant), optional ist auch eine 1-in-Landscape-Konfiguration (1 Modul quer) erhältlich. Der Tracker ist mit Standard-Kristall-Siliziummodulen kompatibel; das schwimmende Drehmomentrohr ist an umgebenden Schwimmkörpern verankert, die am Gewässergrund befestigt sind, und wird durch eine passive selbstzentrierende Architektur stabil gehalten. Das Gerät unterstützt eine Bodenbedeckung von 30 % bis 66 %, der Nachführbereich beträgt standardmäßig 20 Grad und kann optional auf 30 Grad erweitert werden; pro Reihe können bis zu vier elektrische Strings angeschlossen werden.

Auf der Hardware-Ebene wird der Drehantriebsmechanismus von einem 24-V-Bürsten-Gleichstrommotor angetrieben; die Hilfsstromversorgung erfolgt über die String-Versorgung oder spezielle ultradünne Paneele. Auf der Kommunikationsebene werden die Controller der einzelnen Tracker-Reihen über regionale Gateways geroutet, wobei jedes Gateway bis zu 100 Reihen verwaltet und an einen Hauptcontroller angebunden wird, der wiederum bis zu vier Gateways verbinden kann. Bei Windgeschwindigkeiten über 35 mph führt das System automatisch eine Starkwind-Einfahrposition aus, um Umweltermüdung zu vermeiden.

Bereits im Jahr 2025 installierte Noria am Fairmount Reservoir in Golden, Colorado, ein 50-kW-Schwimm-Trackersystem, um dessen Betriebsgrenzen unter realen Utility-Bedingungen zu testen.

Dem Plan zufolge soll der erste kommerzielle Pilotversuch Ende 2026 eingesetzt werden. Das vollständig zertifizierte kommerzielle Airon-System soll ab Mitte 2027 an Kundenstandorte ausgeliefert werden. Die Hardware wird vollständig aus der inländischen Lieferkette bezogen, und das Strukturdesign soll Entwicklern helfen, den US-Domestic-Content-Bonus im Rahmen der föderalen Steueranreize für saubere Energie zu nutzen.

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