Salzgitter und Zelestra unterzeichnen Hybrid-PPA über 147 MW Solar und Batteriespeicher
de.wedoany.com-Bericht: Die Stahltochter Salzgitter Flachstahl der Salzgitter-Gruppe hat mit dem Unternehmen für erneuerbare Energien Zelestra einen hybriden Stromabnahmevertrag (PPA) für Solar plus Batteriespeicher abgeschlossen. Der bezogene grüne Strom soll für die kohlenstoffarme Stahlproduktion eingesetzt werden. Der Vertrag wird durch zwei neue Hybridkraftwerke gestützt: insgesamt 147 MW Solarleistung, ergänzt durch 79 MW/237 MWh (Megawattstunden) Batteriespeicher.

Die Standorte liegen in Brandenburg und Thüringen; Zelestra übernimmt Bau, Eigentum und Betrieb. Salzgitter Flachstahl kauft den von den Anlagen erzeugten Solarstrom mit einer jährlichen Abnahmemenge von 158 GWh (Gigawattstunden) und übernimmt den Betrieb des Batteriespeichersystems.
Der Strom zum Laden der Batterien stammt vollständig aus überschüssiger Solarerzeugung, wodurch gewährleistet wird, dass der extern gelieferte Strom vollständig erneuerbar ist. Dies ist das erste hybride PPA für Solar plus Speicher, das die beiden Unternehmen in Deutschland umsetzen; für Salzgitter Flachstahl ist es zugleich das erste Mal, dass ein Batteriespeichersystem in die eigene Betriebsführung integriert wird.
Die Vereinbarung dient dem Ziel des Unternehmens, den Bezug erneuerbaren Stroms auszuweiten und die Flexibilität des Stromverbrauchs zu erhöhen, wodurch Verbrauch und verfügbares Angebot enger aufeinander abgestimmt werden.
Marco Hauer, Leiter des Energieeinkaufs der Salzgitter Flachstahl Gruppe, erklärte, die Kombination von Solar und Batteriespeicher ermögliche es dem Unternehmen, erneuerbare Energie bedarfsgerecht und zu wettbewerbsfähigen Konditionen für industrielle Prozesse zu beziehen. Er sagte, die Vereinbarung unterstütze sowohl die Dekarbonisierungsziele der Stahlproduktion als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Salzgitter; Zelestra sei ein professioneller und erfahrener Partner, der innovative und CO₂-freie Energielösungen in die Praxis umsetze.
Beide Unternehmen erklärten, dass die Nachfrage nach grünem Strom im Zuge der Transformation der Stahlproduktion stetig wachse und solche hybriden Verträge insbesondere im Rahmen der SALCOS-Transformation eine wichtige Rolle spielen könnten.
Zelestra bezeichnete den Vertrag als Teil der kontinuierlichen Expansion seines Deutschlandgeschäfts; das Unternehmen treibe derzeit Projekte für erneuerbare Energien mit mehr als 2 GW in den Bereichen Solar, Hybrid, Windkraft und Speicher voran.
Mathias Künick, Deutschland-CEO von Zelestra, erklärte, dies sei eine innovative Vereinbarung zwischen zwei vorausschauenden Unternehmen mit gemeinsamem Fokus auf Dekarbonisierung und zugleich die bisher größte Hybridtransaktion in Deutschland, was den Ehrgeiz beider Seiten widerspiegele; er erwarte für die kommenden Monate ein deutliches Wachstum dieses Marktsegments.
Im April 2026 hatte Zelestra mit EDP das erste PPA in Spanien unterzeichnet, das eine bestehende Solaranlage mit einem Batteriespeicher hybridisiert.
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