RENOLIT investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau der Rohstoffaufbereitung am Standort Worms

2026-09-15 10:33
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de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Kunststofffolienhersteller RENOLIT hat angekündigt, 56 Millionen Euro in eine neue Rohstoffmischungsanlage an seinem Hauptsitz in Worms zu investieren. Derzeit befindet sich das Projekt in der Hauptbauphase, und vorgefertigte Betonbauteile werden montiert. Die Bauarbeiten begannen im Februar dieses Jahres, die Fertigstellung des Gebäuderohbaus ist für Dezember 2026 geplant, die Montage der Anlagen soll im November beginnen, und das neue Dosier- und Mischsystem soll voraussichtlich im Juni 2027 in Betrieb gehen.

Die neue Anlage dient hauptsächlich den bestehenden Kunststofffolienproduktionslinien von RENOLIT und übernimmt das automatische Wiegen und Mischen von Kunststoffrohstoffen, Farbpigmenten und anderen Additiven. Es entsteht ein mehrstöckiges Produktionsgebäude, das über einen geschlossenen Stahlbaukanal direkt mit der bestehenden Folienproduktionshalle verbunden wird, um den automatischen Transport der Rohstoffe von der Mischungsanlage zu den nachfolgenden Produktionsschritten zu ermöglichen.

Gemäß der Anlagenkonfiguration werden in der ersten Phase 8 Außenrohstofftanks installiert, mit der Option einer Erweiterung auf 16 Tanks; im Werk werden 37 automatische Wägestationen sowie ein hochpräzises Dosiersystem für Materialien wie Mikropigmente eingerichtet. Im Mischbereich werden 6 große Mischgeräte installiert, und die Rezepturverwaltung sowie die Produktionssteuerung erfolgen über ein computergestütztes Steuerungssystem.

Auch das Logistiksystem ist ein Schwerpunkt dieses Umbaus. In der neuen Halle werden autonome Transportfahrzeuge für den Transport schwerer Materialbehälter eingesetzt, die über geschlossene Kanäle zwischen der Mischungsanlage und der bestehenden Folienproduktionshalle verkehren können, um manuelles Handling zu reduzieren und die Produktionskontinuität zu erhöhen. RENOLIT plant zudem, das neue Gebäude mit Wärmepumpen zu beheizen und die Mischgeräte mit neuen wartungsarmen Antriebssystemen auszustatten, um die Kühleffizienz zu verbessern und die Betriebsgeräusche zu verringern.

Das 56-Millionen-Euro-Projekt ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsplans für den RENOLIT-Standort Worms. Das Unternehmen gab im Mai dieses Jahres bekannt, dass es die Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte Worms und Frankenthal vorantreibt; das Gesamtkonzept wurde bereits abgeschlossen und befindet sich in der Detailplanungsphase. In der Folge sollen bestehende Produktionsgebäude erweitert, neue Fertigwaren- und Rohstofflager errichtet und mehrere neue Produktionslinien installiert werden, wobei die erste neue Produktionslinie im Jahr 2028 in Betrieb gehen soll.

RENOLIT hat seinen Hauptsitz in Worms und betreibt in über 20 Ländern weltweit mehr als 30 Produktions- und Vertriebsstandorte, hauptsächlich für Kunststofffolien, Platten und verwandte Produkte. Das Rohstoffaufbereitungsprojekt wird zunächst die vorgelagerten Mischungs- und Logistiksysteme am Standort Worms vervollständigen und die Grundlage für die anschließende Integration der Produktionslinien und den Ausbau der Kapazitäten schaffen.

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