Nigeria startet 10-Milliarden-Dollar-LNG-Projekt voraussichtlich Ende 2027

2026-09-16 08:40
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de.wedoany.com-Bericht: Am 15. September erklärte Adeleye Falade, Geschäftsführer von Nigeria LNG Limited (NLNG), dass das LNG-Erweiterungsprojekt Train 7 auf der Insel Bonny in Nigeria planmäßig bis Ende 2027 in Betrieb gehen soll. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts beträgt rund 10 Milliarden US-Dollar. Nach Fertigstellung wird die jährliche LNG-Kapazität von NLNG von 22 Millionen Tonnen auf 30 Millionen Tonnen steigen, was einer Zunahme von etwa 8 Millionen Tonnen entspricht.

Für Train 7 wurde im Dezember 2019 die endgültige Investitionsentscheidung getroffen, und im Mai 2020 begann die EPC-Ausführungsphase. NLNG vergab den EPC-Vertrag an das SCD JV-Konsortium, das aus Saipem, Chiyoda Corporation und einem verbundenen Unternehmen von Daewoo E&C besteht. Saipem gab bekannt, dass der Gesamtwert dieser EPC-Verträge über 4 Milliarden US-Dollar liegt, wovon auf Saipem etwa 2,7 Milliarden US-Dollar entfallen. Saipem fungiert mit einem Konsortiumsanteil von 60 % als federführendes Unternehmen.

Der EPC-Leistungsumfang umfasst den Bau einer vollständigen LNG-Produktionslinie und einer zusätzlichen Verflüssigungseinheit mit einer Gesamtkapazität von etwa 8 Millionen Tonnen pro Jahr sowie den Bau zugehöriger Versorgungseinrichtungen und begleitender Infrastruktur. Nach den von NLNG veröffentlichten Projektangaben wird die Gesamtkapazität des LNG-Standorts auf der Insel Bonny nach Abschluss des gesamten Erweiterungsvorhabens um etwa 35 % gegenüber den bestehenden sechs Produktionslinien steigen.

Das Projekt befindet sich in der späten Bauphase. Die Nigerian Content Development and Monitoring Board gab im Juni bekannt, dass der Gesamtbaufortschritt von Train 7 90 % erreicht hat und die Vorinbetriebnahmearbeiten bereits begonnen haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte NLNG den Inbetriebnahmetermin der neuen Anlagen auf 2027 ausgerichtet. Nun hat NLNG das Startziel weiter konkretisiert und auf Ende 2027 festgelegt.

Die derzeitige Kapazitätsauslastung der bestehenden Anlagen von NLNG liegt bei etwa 82 % bis 83 %. Falade erklärte, dass die seit 2022 geltenden Force-Majeure-Maßnahmen des Unternehmens noch nicht aufgehoben seien und erst aufgehoben werden sollen, wenn die Anlagenauslastung wieder 90 % erreicht. Derzeit sei die Gasversorgung der Hauptfaktor, der die Steigerung der Produktion der bestehenden Anlagen begrenze. Das Unternehmen koordiniere sich mit der Regierung und relevanten Lieferanten, um die Gasliefermenge an die Verflüssigungsanlagen auf der Insel Bonny zu erhöhen.

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