GE Vernova und Vineyard Wind einigen sich im Streit um einen 1,3-Milliarden-Dollar-Vertrag

2026-09-17 08:36
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de.wedoany.com-Bericht: Am 16. September gaben GE Vernova und Vineyard Wind bekannt, dass sie sich in einem kommerziellen Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Offshore-Windkraftprojekt Vineyard Wind 1 geeinigt haben. Demnach hat GE Vernova die zuvor ausgesprochene Vertragskündigung zurückgezogen, und beide Parteien haben vereinbart, alle anhängigen Rechtsansprüche fallen zu lassen. Die genauen Bedingungen der Einigung wurden nicht veröffentlicht. Der Streit betraf einen Turbinenvertrag im Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar, der von GE Renewables US LLC, einem Unternehmen von GE Vernova, übernommen worden war.

Vineyard Wind 1 liegt etwa 15 Meilen südlich von Martha's Vineyard im US-Bundesstaat Massachusetts, hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 4,5 Milliarden US-Dollar und eine installierte Leistung von 806 MW. Es umfasst insgesamt 62 Windenergieanlagen des Typs GE Haliade-X mit einer Leistung von 13 MW pro Anlage. Der Strom des Projekts wird über eine Offshore-Umspannstation, Seekabel und landseitige Übertragungsanlagen in das Stromnetz von Neuengland eingespeist. Projektentwickler ist Vineyard Wind, das gemeinsam von Avangrid und Fonds der Copenhagen Infrastructure Partners gehalten wird.

Der Vertragsstreit zwischen den beiden Parteien eskalierte im Jahr 2026 weiter. GE Vernova erklärte zuvor, Vineyard Wind schulde rund 360 Millionen US-Dollar, und sprach im Februar eine Vertragskündigung aus; Vineyard Wind reichte daraufhin beim staatlichen Gericht in Boston Klage ein, um GE Vernova am Ausstieg aus dem Projekt zu hindern. Vineyard Wind gab an, die teilweise Aussetzung von Zahlungen stehe im Zusammenhang mit dem Bruch eines Rotorblatts an einer Anlage des Projekts im Jahr 2024 und den darauffolgenden Nachbesserungen.

Im April erließ das Oberste Gericht des Suffolk County eine einstweilige Verfügung, die GE Vernova verpflichtete, die Projektarbeiten fortzusetzen und den Vertrag nicht zu kündigen. Im Juni lehnte das Gericht erneut ab, die einstweilige Verfügung aufzuheben oder den Streit in ein Schiedsverfahren zu überführen. GE Vernova legte daraufhin Berufung gegen die betreffenden Entscheidungen ein; diese Berufung wurde nun im Zuge der Einigung zwischen den Parteien zurückgezogen.

Zu den Arbeiten von GE Vernova in diesem Projekt gehören Entwurf, Fertigung und Installation der Windenergieanlagen. Vineyard Wind hatte zuvor im Rechtsstreit erklärt, dass das Projekt auch weiterhin GE Vernova benötige, um die endgültige Inbetriebnahme der Anlagen und damit verbundene technische Arbeiten abzuschließen. In der am 16. September von beiden Parteien veröffentlichten gemeinsamen Erklärung wurde bestätigt, dass derzeit alle Anlagen des Projekts zur Stromerzeugung fähig sind.

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