Robosys Automation, ein britisches Unternehmen für autonome Marinesysteme, leitet das ORACLES-Projekt, dessen Ziel es ist, das Umweltgenehmigungsverfahren für Offshore-Windparks durch technologische Innovationen zu verkürzen. Das Projekt, das vom Innovate UK Launchpad-Programm der britischen Forschungs- und Innovationsorganisation UK Research and Innovation finanziert wird und mit der staatlichen Initiative „Level Up“ kooperiert, arbeitet mit Offshore Renewables Catapult, ACUA Ocean, MSEIS und dem Plymouth Marine Laboratory zusammen. Robosys erklärte in einer Stellungnahme: „Derzeit basiert die Umweltüberwachung von Offshore-Windparks auf manuellen, schrittweisen Abläufen, wobei verschiedene Anbieter für die Erfassung von Daten zu Vogelarten und Meeresbedingungen verantwortlich sind. Dieser küstennahe Analyseprozess verlängert die Entscheidungszyklen.“

Um diese Herausforderung zu meistern, wird das ORACLES-Projekt das unbemannte Vermessungsschiff ACUA (Unmanned Survey Vessel, USV) einsetzen, das mit einer Reihe von Umweltsensoren ausgestattet ist, um Echtzeitdaten zu Meereslebewesen, Wasserqualität und Umweltveränderungen zu sammeln. Der technische Leiter des Projekts erklärte, dass während der 14-monatigen Forschungsphase ein dynamisches Positionierungssystem (DPS) und ein Windenprofilierungssystem außerhalb der Sichtweite (BVLOS) entwickelt werden, das die Multisensorintegration von Wassersäulendaten und eine automatisierte Ballastkontrolle ermöglicht. Noch wichtiger ist die Einrichtung eines Remote Operations Center (ROC), das den koordinierten Betrieb mehrerer USVs unterstützt und so eine vollautomatische Lösung von der Datenerfassung bis zur Analyse schafft.
Dieses Projekt unterstützt direkt das britische Ziel, bis 2030 60 GW Offshore-Windenergie zu erschließen. Durch die Reduzierung des Bedarfs an bemannten Erkundungsmissionen kann die neue Technologie die Effizienz der Umweltgenehmigungen um über 40 % steigern. Nigel Lee, Chief Strategy Officer von Robosys, betonte: „Die Ergebnisse dieses Pilotprojekts in der Keltischen See werden ein replizierbares Modell schaffen und die Kommerzialisierung autonomer Meerestechnologie in Großbritannien vorantreiben.“ Zu den Auswirkungen des Projekts gehört auch die Förderung des technologischen Fortschritts für regionale Unternehmen und die Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens im Bereich digitaler Meeresinnovationen.









