Alberta, Kanada, verschärft Solarvorschriften und bremst damit Agro-Solar-Hybridprojekte
2025-11-26 15:00
Quelle:The Conversation
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Kürzlich hat Alberta, Kanada, die Vorschriften für Solarenergieprojekte verschärft, was zur Aussetzung oder Stornierung mehrerer Projekte in der Provinz geführt hat. Die neuen Vorschriften verbieten die Installation von Solaranlagen auf Ackerland und verpflichten Solarentwickler zur Vorauszahlung der gesamten Demontagekosten. Dadurch werden viele zuvor wirtschaftlich rentable Projekte unrentabel. Die Agro-Solar-Hybridtechnologie, die Solaranlagen zur Beschattung von Ackerland nutzt, um gleichzeitig Strom zu erzeugen und Erträge zu steigern, steht vor politischen Herausforderungen.

Forschungsergebnisse zeigen, dass die Agro-Solar-Hybridtechnologie durch das unter den Solaranlagen entstehende Mikroklima Wasser sparen, Pflanzen vor extremen Wetterbedingungen und Bodenerosion schützen und so die Ernteerträge steigern kann. Selbst wenn die Solaranlagen nicht optimal funktionieren, kann die Teilbeschattung das Pflanzenwachstum fördern. Eine Studie aus dem letzten Jahr ergab, dass Erdbeeren, die unter Solaranlagen angebaut wurden, 18 % mehr Ertrag brachten als solche, die im Freien angebaut wurden – ein ertragssteigernder Effekt, der weltweit in verschiedenen Kombinationen von Nutzpflanzen und Solaranlagen bestätigt wurde.

Die neuen Bestimmungen in Alberta stellen jedoch ein Hindernis für die Agro-Solar-Hybridtechnologie dar. Die kürzlich verabschiedete Verordnung zur Erhaltung und Sanierung von Flächen verpflichtet Entwickler erneuerbarer Energien zur Hinterlegung finanzieller Garantien, um sicherzustellen, dass das Gelände nach Abschluss des Solarprojekts in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden kann. Diese Maßnahme zielte zwar darauf ab, die hohen Kosten der Sanierung stillgelegter Öl- und Gasquellen zu vermeiden, doch die Sanierungskosten von Solarkraftwerken wurden als prohibitiv eingestuft, was die Regierung veranlasste, präventive Gesetze speziell für Solarkraftwerke zu erlassen.

Um die harmonische Koexistenz von Agro-Solar-Integration und Landwirtschaft zu fördern, verlangt Alberta zwar landwirtschaftliche Folgenabschätzungen vor der Installation von Solaranlagen, bietet aber keine Leitlinien zur Optimierung der Synergieeffekte. Darüber hinaus stuft das kanadische Zonierungsgesetz die Agro-Solar-Integration nicht als eigenständige Landnutzung ein, was zu regulatorischer Unklarheit führt. Studien zeigen, dass die Beschattung durch Solaranlagen die Bodentemperatur regulieren und die Luftfeuchtigkeit erhöhen kann, was Landwirten einen erheblichen Nutzen bringt, selbst wenn die Anlage nicht zur Stromerzeugung genutzt wird. Daher müssen die Regierungspolitiken an die duale Nutzungsrealität der Integration von Agrar- und Solarenergie angepasst werden, um die Interessen der Solarenergiebranche und der Landwirte nicht zu schädigen.

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