Eine vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA entworfene, 3D-gedruckte Titanfeder-Vorrichtung wurde kürzlich auf einem kleinen kommerziellen Raumfahrzeug erfolgreich im Orbit entfaltet. Dies demonstriert das Anwendungspotenzial der additiven Fertigung, um Kosten und Komplexität zukünftiger Weltraumantennen zu reduzieren. Die als „JPL Additive Manufactured Compatible Canister“ (JACC) bezeichnete Vorrichtung wurde am 3. Februar 2026 von dem von Proteus Space entwickelten Raumfahrzeug „Mercury One“ ausgesetzt.

Während das Raumfahrzeug in einem erdnahen Orbit über dem Pazifik flog, zeigten Bordkameras, wie sich die 3D-gedruckte Feder aus ihrem Behälter löste. Der JACC wurde als einstückiges Bauteil aus Titanlegierung gedruckt und integriert Scharniere, Paneele, eine Druckfeder und zwei Torsionsfedern in einem einzigen Teil. Die Anzahl der Teile beträgt nur ein Drittel vergleichbarer traditioneller Strukturen. Das Gerät wiegt etwa 498 Gramm (etwas mehr als 1 Pfund), hat eine Kantenlänge von etwa 10 Zentimetern (4 Zoll), eine verstauten Höhe von etwa 3 Zentimetern (1 Zoll) und entfaltet sich auf etwa 15 Zentimeter (6 Zoll). Sein Design wurde von Kommunikationsantennen inspiriert, die häufig auf Satelliten verwendet werden.
Der JACC ist eine von zwei Nutzlasten, die das JPL auf diesem Raumfahrzeug transportierte. Zusammen werden sie als „Prototype-Driven Nonlinear Deployables Offering Repeatable Accuracy and Stowable in a Box“ (PANDORASBox) bezeichnet. Das JPL konzipierte, fertigte, testete und lieferte diese Vorrichtungen in weniger als einem Jahr mit einem relativ geringen Budget. Der Erfolg des JACC zeigt, dass 3D-gedruckte mechanische Vorrichtungen im Vergleich zu traditionell gefertigter Raumfahrthardware schneller und einfacher hergestellt werden können, und die geringere Teilezahl bedeutet weniger Montageschritte und potenzielle Fehlerquellen.
Die zweite Demonstrationsnutzlast ist eine festkörperbasierte, unterbeschränkte, multifrequente (SUM) entfaltbare Antenne für die Erdsystemwissenschaft. „Mercury One“ startete am 28. November 2025 von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien aus als Teil der SpaceX-Transporter-15-Mission. Der JACC wurde durch interne JPL-Forschungsmittel und das NASA Earth Science Technology Office unterstützt. Solche In-Orbit-Verifikationen sind von großer Bedeutung für das Design zukünftiger entfaltbarer Strukturen für Raumfahrzeuge. Die 3D-Drucktechnologie hat das Potenzial, die Fertigungslogik für Satellitenantennen und andere mechanische Systeme zu verändern.












