Harvard University führt in den USA ein Differential Privacy Deployment Registry ein; Apple, Microsoft, das koreanische nationale Statistikamt und andere haben es bereits übernommen
2026-04-02 09:34
Quelle:Harvard University John Paulson School of Engineering and Applied Science
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Ein Forschungsteam der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences hat kürzlich ein Differential Privacy Deployment Registry eingeführt. Dabei handelt es sich um eine öffentlich zugängliche Datenbank, die Unternehmen und Institutionen erfasst, die die Technik der differenziellen Privatsphäre zum Schutz von Daten einsetzen. Diese Technik, die erstmals 2006 in einer wissenschaftlichen Arbeit vorgeschlagen wurde, hat inzwischen in mehreren Bereichen Anwendung gefunden.

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Differential Privacy ist ein mathematisch strenger Rahmen für den Privatsphärenschutz, der durch das Hinzufügen von zufälligem Rauschen zu Daten verhindert, dass individuelle Informationen aus Analyseergebnissen extrahiert werden können. Das Registry erfasst Selbstberichte über die Einführung von großen Unternehmen wie Apple und Microsoft sowie von Regierungsbehörden wie dem koreanischen nationalen Statistikamt und zielt darauf ab, das Verständnis und den Austausch über Sektoren hinweg zu fördern.

Professor Salil Vadhan sagte: „Differential Privacy hat das Potenzial, echten gesellschaftlichen Wert zu bieten, aber nur unter der Voraussetzung, dass wir es den Menschen leicht und effektiv genug machen, es zu übernehmen.“ Er war 2019 Mitbegründer des OpenDP-Projekts, das entsprechende Open-Source-Tools entwickelt. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) hat vorgeschlagen, dieses Registry zu hosten.

Das Forschungsteam arbeitete auf der Grundlage einer von der Postdoktorandin Priyanka Nanayakkara geleiteten Studie mit dem irischen Unternehmen Oblivious zusammen, um das Registry-Konzept in eine interaktive Benutzeroberfläche umzuwandeln. Nanayakkara sagte: „Wie bauen wir das Registry als interaktive Schnittstelle auf, damit Praktiker es nutzen können? Langfristig wäre es großartig, es auch für politische Entscheidungsträger und Datensubjekte zugänglich zu machen.“

Das Differential Privacy Deployment Registry soll dazu beitragen, Best Practices zu entwickeln und zukünftige Anwendungen des Privatsphärenschutzes bei der Datenverarbeitung zu leiten. Eine erste Nutzerstudie ergab, dass Praktiker das Potenzial des Registries als benötigte zentrale Anlaufstelle für die Community sehen.

Veröffentlichungsdetails: Autorin: Anne J. Manning, Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences; Titel: „Who is using differential privacy? A new registry aims to make it visible“; erschienen in: „arXiv“ (2025).

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