I. Betriebsbedingungen: Langfristiger Außeneinsatz, vertikale Verlegung, häufige Torsion (automatische Ausrichtung zum Wind), teilweiser Kontakt mit Öl, Korrosion durch Meerwasser (besondere Umgebungsbedingungen)
II. Anforderungen an das Kabel: Hohe mechanische Festigkeit, Torsionsfestigkeit (Flexibilität), Vibrationsfestigkeit und Ölbeständigkeit. Kabel für Kaltwettergebiete müssen zudem temperaturbeständig sein (-40 °C, -55 °C).
III. Kabelaufbau und -materialien: Windkraftkabel sind in der Regel gummiisolierte Kabel (zumindest in Windkraftanlagen und der ersten Turmstufe), Leiter der Kategorie 5 oder 6, Isolierung aus EPR- oder Silikonkautschuk sowie ein Mantel aus Neoprenkautschuk, CPE oder TPU.
IV. Spezielle Leistungsprüfungen (gemäß Umweltanforderungen): – Kältebeständigkeit (-40 °C oder -50 °C) – Meerwasserbeständigkeit (NaCl:MgCl₂ = 7:1, Konzentration 30 g/l, pH-Bereich 7,0–8,0, 40 °C, 14 Tage) – Witterungsbeständigkeit des Kabelmantels, UV-Beständigkeit GB 12527 – Torsionsfestigkeit
V. Kabeleigenschaften: Ausgezeichnete Kältebeständigkeit und Abriebfestigkeit sowie Ermüdungsbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit und mikrobielle Beständigkeit; gute Korrosionsbeständigkeit gegenüber Ölen und Chemikalien. Herkömmliche Kabel weisen eine geringe Abrieb- und Korrosionsbeständigkeit auf.
Hervorragende Torsions- und Biegefestigkeit: Fertige Kabel überstehen mindestens 10.000 Torsionsprüfungen bei niedrigen Temperaturen von -25 °C, -40 °C oder -55 °C mit jeweils vier Umdrehungen in jede Richtung (eine Umdrehung entspricht einer Drehung), einem Torsionswinkel von 1080° und ohne Leiterbrüche oder Risse in der Manteloberfläche nach der Prüfung. Herkömmliche Kabel sind für Torsionsprüfungen bei niedrigen Temperaturen nicht geeignet.
Anwendbare Umgebungstemperatur: -45 °C bis +110 °C; Betriebstemperatur: -55 °C bis +110 °C.
Die Verlegetemperatur sollte nicht unter -30 °C liegen.
Kabelbiegeradius: Bei festen Installationen mindestens das Vierfache des Kabelaußendurchmessers; bei mobilen Installationen mindestens das Fünffache des Kabelaußendurchmessers. Der Biegeradius herkömmlicher Kabel beträgt das Zwanzigfache des Kabelaußendurchmessers.

