Wasserstoffprojekt in Düren, Deutschland, steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen – niedrige Auslastung als Kernproblem
2026-03-02 15:44
Merken

Das Wasserstoffbus-Projekt in der Region Düren, Deutschland, sieht sich mit potenziellen wirtschaftlichen Risiken konfrontiert. Die Region liegt in Nordrhein-Westfalen, in der Nähe von Köln und Düsseldorf, und hat etwa 270.000 Einwohner. Düren erhielt Bundesmittel für den Bau einer 10-MW-Elektrolyseanlage im Brainergy Park in Jülich, mit Gesamtinvestitionen von etwa 35 Millionen Euro. Allerdings bedient das Projekt derzeit nur etwa 20 Wasserstoffbusse, was zu einer niedrigen Auslastung der Anlage führt und Bedenken hinsichtlich der Kosten aufwirft.Grafik oder Foto zum Wasserstoffprojekt Düren

Die 10-MW-Elektrolyseanlage ist für eine Jahresproduktion von etwa 1.000 Tonnen Wasserstoff ausgelegt, aber die 20 Wasserstoffbusse verbrauchen jährlich nur etwa 72 Tonnen. Das bedeutet eine Auslastung von nur etwa 7,2 %. Die niedrige Auslastung führt dazu, dass die Kapitalkosten dominieren. Berechnungen zeigen, dass die Wasserstoffkosten bis zu 105 bis 140 Euro pro Kilogramm betragen könnten. Im Vergleich dazu liegen die Dieselkraftstoffkosten bei etwa 0,87 Euro pro Kilometer, während die Energiekosten für batterieelektrische Busse nur 0,25 bis 0,27 Euro pro Kilometer betragen, was den wirtschaftlichen Nachteil des Wasserstoffprojekts verdeutlicht.

Das Wasserstoffprojekt in Düren war ursprünglich für einen breiteren Kundenstamm geplant, einschließlich Wasserstoffzügen und industriellen Nutzern, aber diese Pläne wurden auf Eis gelegt oder sind noch nicht verwirklicht. Gleichzeitig erweitern große Verkehrsbetriebe in der Umgebung ihre Flotten von batterieelektrischen Bussen massiv, was den Markt für Wasserstoff weiter einschränkt. Ohne neue Kunden könnte die Anlage Gefahr laufen, eine gestrandete Investition zu werden.

In Bezug auf Emissionen steht auch der CO₂-Fußabdruck der Wasserstoffbusse vor Herausforderungen. Wenn der Wasserstoff mit Strom aus dem Netz produziert wird, könnten die Betriebsemissionen denen von Diesel entsprechen oder sogar höher sein. Batterieelektrische Busse sind dank ihrer höheren Energieeffizienz im Vorteil, wenn es um Emissionsreduzierung geht. Das deutsche Stromnetz wird zwar dekarbonisiert, doch das Problem der hohen Kosten für Wasserstoffprojekte bleibt bestehen.

Eine ähnliche Situation gab es bereits in Aberdeen, Schottland, wo die Wasserstoffbusflotte aufgrund niedriger Auslastung und hoher Kosten über ein Jahr lang stillstand. Das Dürener Projekt hat zwar eine bessere regionale Unterstützung, aber die grundlegende Wirtschaftlichkeitsrechnung bleibt gleich: Wenn die Nachfrage nicht skaliert, wird die Infrastruktur zur Belastung. Die Region benötigt Hunderte von Bussen oder industrielle Abnehmer, um die Auslastung zu erhöhen, andernfalls könnten langfristig hohe Kosten anfallen.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com