Der polnische Staatsbahnbetreiber PKP Intercity hat 351 Millionen Euro aus dem nationalen Aufbau- und Resilienzplan (KPO) erhalten. Diese Summe ist Teil eines 670-Millionen-Euro-Projekts zur Flottenerneuerung, das die Beschaffung von 56 neuen Lokomotiven und die Modernisierung von 248 Personenwagen umfasst.

Bei den Mitteln handelt es sich um nicht rückzahlbare Zuschüsse, die einen großen Teil der Projektkosten decken. Das im Oktober 2024 unterzeichnete Abkommen sieht eine Unterstützung von 512,5 Millionen Euro vor, wobei die KPO-Mittel etwa 94 % der förderfähigen Kosten abdecken. Die bereits erhaltenen 351 Millionen Euro machen über 68 % der zugewiesenen Mittel aus. Das gesamte Projekt soll bis Juni 2026 abgeschlossen sein. Alle Fertigungs- und Modernisierungsarbeiten werden von polnischen Unternehmen vor Ort durchgeführt und betreffen Einrichtungen in Städten wie Posen, Bromberg und Nowy Sącz.
Die Flottenerneuerung von PKP Intercity ist ein zentraler Bestandteil des polnischen Verkehrsentwicklungsplans, insbesondere in Vorbereitung auf das für 2032 geplante Hochgeschwindigkeitsnetz „Port Polska“. Durch die Aufrüstung der bestehenden Flotte strebt der Betreiber eine Verbesserung der Servicequalität und der Kapazitäten an, um den künftigen Bedarf zu decken. Diese Nutzung von EU-Mitteln zur Unterstützung der polnischen Produktion entspricht auch dem europäischen Trend, durch Verkehrsinvestitionen die industrielle Eigenständigkeit zu fördern.
Die neu gelieferten Fahrzeuge umfassen 56 EU160-Griffin-Elektrolokomotiven, deren Auslieferung Anfang Februar 2026 abgeschlossen wurde. Die Waggonmodernisierung zielt darauf ab, den Fahrgastkomfort zu verbessern und die Kapazität zu erhöhen. Das Projekt ist in die breitere polnische Eisenbahnmodernisierungsstrategie eingebettet und steht insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Zentralflughafens zwischen Warschau und Łódź.









