Die deutsche Firma Horn hat die Typ-117-Wendeschneidplatte eingeführt, die ihr Nutfrässystem weiter ausbaut. Dieses System ist speziell für Anwendungen mit kleinen Durchmessern ab 9 mm Innendurchmesser konzipiert. Durch die Reduzierung des Hartmetallanteils verbessert das Nutfrässystem nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern senkt auch die Kosten pro Schneide. Um diese Innovation zu unterstützen, hat Horn speziell neue Hartmetall-Rohlinge für die Typ-117-Plattenserie entwickelt.

Andreas Häule, Produktmanager bei Horn, erklärt: „Die Entwicklung dieses neuen Hartmetall-Rohlings erforderte innovative Ansätze in Produktion und Messtechnik. Aufgrund der kleinen Abmessungen der Platten mussten wir erhebliche Anpassungen in der Handhabung, der Spannschleiferei und den Messsystemen vornehmen.“
Das Nutfrässystem eignet sich für verschiedene Anwendungen wie Zahnrad-, Polygon- und Keilnutenfräsen. Im Vergleich zu herkömmlichen Vollhartmetallwerkzeugen ermöglicht die neue Schaftkonstruktion das Fräsen längerer und tieferer Nuten. Die Werkzeuglängen sind in 20 mm, 30 mm und 40 mm erhältlich. Alle Varianten verfügen über eine interne Kühlmittelzufuhr direkt in den Schneidbereich. Der Schaftdurchmesser kann 16 mm oder 20 mm betragen. Horn bietet auch spezielle Schäfte an, die mit Fräseinheiten verschiedener Hersteller kompatibel sind. Standardplatten sind in zahlreichen Konfigurationen erhältlich, um unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen.
In der Praxis hat das Nutfrässystem bereits hervorragende Leistungen gezeigt. Beispielsweise steigerte ein Kunde beim Fräsen von Sägezähnen in gehärtetem Stahl die Standzeit von 120 auf 1.040 Teile, während die Schnittparameter unverändert blieben. Neben dieser deutlichen Steigerung der Standzeit liegen die Kosten pro Schneide unter denen der zuvor verwendeten Hartmetallplatten, was die Produktionskosten weiter senkt.









