Niederländisches Unternehmen Perovion Technologies plant Rolle-zu-Rolle-Fabrik für Perowskit-Solarzellen bis 2030
2026-03-19 15:38
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Die niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung (TNO) hat die Gründung des neuen Unternehmens Perovion Technologies bekannt gegeben, das sich auf die Industrialisierung von leichten, flexiblen Perowskit-Solarzellentechnologien konzentriert. Das Spin-off-Unternehmen zielt darauf ab, diese Technologie von der Laborforschung auf die Massenproduktion auszuweiten.Bild der Ankündigung

Sjoerd Veenstra, Chief Technology Officer von Perovion Technologies, erklärte: „Durch fast ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit mit Initiativen wie SolarNL und Solliance hat diese Technologie ein ausreichendes Reifegrad erreicht, um mit der Vorbereitung der industriellen Fertigung zu beginnen.“ Die Kernstrategie des Unternehmens besteht darin, Solarzellen auf dünnen, flexiblen Substraten herzustellen, wodurch Photovoltaik in Bereichen eingesetzt werden kann, die für traditionelle Glas-Substrate ungeeignet sind, wie z. B. leichte Dächer, gekrümmte Strukturen und Industrieprodukte.

Der Schwerpunkt der industriellen Planung von Perovion liegt auf der Entwicklung der ersten Rolle-zu-Rolle-Fabrik für Perowskit-Solarzellen. Die Anlage soll um 2030 in den Niederlanden gebaut werden. Das Rolle-zu-Rolle-Fertigungsverfahren ähnelt dem Zeitungsdruck und ermöglicht die kontinuierliche Produktion von Solarzellen auf langen Rollen flexiblen Materials. Es wird als potenzieller Weg zur Kostensenkung und zur großtechnischen Herstellung von Dünnschichttechnologien wie Perowskit angesehen.

In der Anfangsphase wird sich Perovion auf spezifische Marktsegmente konzentrieren, in denen bereits eine Nachfrage nach flexiblen Photovoltaik-Modulen besteht. CEO Stefan van de Beek betonte: „Das Unternehmen arbeitet mit Industriepartnern zusammen, um Anwendungen zu entwickeln, die kurzfristig auf den Markt gebracht werden können." TNO unterstrich, dass die Skalierung der Technologie für die industrielle Produktion die Zusammenarbeit mit Investoren und spezialisierten Unternehmen in den Bereichen Materialien, Ausrüstung und Produktintegration erfordert, um die industrielle Skalierbarkeit zu beschleunigen und die europäische Photovoltaik-Lieferkette zu stärken.

Die Entwicklung der flexiblen Perowskit-Technologie wird parallel zu mehreren industriellen Demonstrationsprojekten vorangetrieben. Der niederländische Hersteller Solarge arbeitet mit TNO zusammen und hat kürzlich einen Prototyp eines leichten Perowskit-Moduls mit den Maßen 32 cm x 34 cm vorgestellt, der ebenfalls im Rolle-zu-Rolle-Verfahren hergestellt wurde. Der Prototyp verwendet eine Polymerabdeckung anstelle von traditionellem Glas und greift auf Materialien von Solarges ultraleichten Siliziummodulen zurück. Er wiegt 5,5 kg/m² und verfügt über eine rückseitige Sandwich-Verbundstruktur aus thermoplastischem Organikmaterial. Das Hauptziel dieses Projekts ist es, die technische Integration für zukünftige kommerzielle Produkte zu demonstrieren, nicht primär die Moduleffizienz.

Gleichzeitig erforscht TNO weiterhin fortschrittliche Fertigungsmethoden für Perowskit-Photovoltaik, einschließlich des räumlichen Atomlagenabscheidungsverfahrens (SALD) und mit flexiblen Substraten kompatibler Technologien. Diese Forschungen werden mit internationalen Partnern wie Sekisui Solar Film durchgeführt und von der Brabanter Entwicklungsagentur unterstützt.

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