de.wedoany.com-Bericht: Anglian Water hat an einem seiner Wasserwerke zwei eng aufeinander abgestimmte Projekte abgeschlossen: die primäre UV-Desinfektion gemäß Regulation 26 und die verbesserte Enddesinfektion. Damit begegnet das Unternehmen den komplexen Herausforderungen der Wasserqualität, die sich aus der Mischung verschiedener Wasserquellen ergeben. Das Werk behandelt Grundwasser aus mehreren Satellitenbrunnen und mischt es mit extern zugeführtem Wasser aus einem übergeordneten strategischen Leitungsnetz. Diese integrierte Versorgung erhöht die Versorgungssicherheit, erschwert jedoch die Kontrolle der Wasserqualität. Angesichts strengerer gesetzlicher Auflagen hat Anglian Water über seine @one Alliance beide Maßnahmen parallel in einem gemeinsamen Baubereich umgesetzt und durch integrierte Planung Kosten, Zeitplan, CO2-Emissionen und Betriebsergebnisse optimiert.

Das Werk ist eine Schlüsselanlage im Versorgungsgebiet von Anglian Water und versorgt eine vielfältige Mischung aus Wohn-, Gewerbe- und ländlichen Gemeinden. Das Rohwasser aus drei Satellitenbrunnen wird im Werk gemischt, belüftet und einer Eisen-Mangan-Filtration unterzogen, bevor es mit extern zugeführtem Wasser aus dem strategischen Netz vermischt wird. Dies entspricht den Anforderungen von Regulation 26 des Water Supply (Water Quality) Regulations, die eine angemessene primäre Desinfektion vorschreibt, wenn Risiken für die Wasserqualität identifiziert werden. Gleichzeitig näherten sich einige der bestehenden Enddesinfektionsanlagen dem Ende ihrer Nutzungsdauer, was das Team dazu veranlasste, mehrere Treiber durch einen einzigen koordinierten Plan zu adressieren, um die Einhaltung von Vorschriften zu verbessern, die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und den Wert zu maximieren.
Die zentrale Herausforderung bestand darin, ein vollständig konformes und widerstandsfähiges Desinfektionskonzept an einem noch in Betrieb befindlichen Standort zu liefern und die kontinuierliche Wasserversorgung während der gesamten Bau- und Inbetriebnahmephase aufrechtzuerhalten. Dies erforderte die vollständige Einhaltung von Regulation 26 für das Mischwasser, eine verbesserte Widerstandsfähigkeit und Überwachung der Enddesinfektion sowie die nahtlose Integration der neuen Anlagen in die bestehenden Aufbereitungsprozesse und Steuerungssysteme. Alle Arbeiten mussten auf engem Raum mit strengen hydraulischen Toleranzen und einer extrem geringen Toleranz gegenüber Betriebs- oder Kundenbeeinträchtigungen durchgeführt werden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, entwickelte die @one Alliance eine integrierte Lösung, die die primäre UV-Desinfektion und die verbesserte Enddesinfektion in einer einheitlichen Infrastruktur zusammenführte.
Die von der @one Alliance umgesetzte strategische Lösung fasste zwei separate Maßnahmen zu einer einheitlichen Lieferung zusammen. Zur Einhaltung von Regulation 26 wurde stromaufwärts des Aufbereitungsbeckens eine neue primäre UV-Desinfektionsanlage installiert, die für den gesamten Durchflussbereich des Werks ausgelegt ist. Ein bemerkenswertes Merkmal der Lösung ist die Wiederverwendung von zwei vorhandenen UV-Geräten in Schrankbauweise. Diese im Besitz von Anglian Water befindlichen Anlagen wurden vollständig überholt, validiert und wieder in Betrieb genommen, wodurch die Herstellung neuer Geräte vermieden und der graue CO2-Fußabdruck reduziert wurde. Die Umrüstung umfasste die Anpassung und den Anschluss an die Prozesswasserleitungen, mechanische und elektrische Steuerungsänderungen für den gemeinsamen Betrieb sowie die vollständige Wartung, Validierung und Neuausstellung der Inbetriebnahmedokumentation für die Reaktoren. Die Arbeiten zu Regulation 26 umfassten auch die Installation von zwei neuen Glaskollektoren, einem SWORPS-Durchflussmesser und zugehöriger Instrumentierung stromabwärts der UV-Einheiten sowie die Stromversorgung über zusätzliche Abgänge von der bestehenden MSHV. Umfangreiche Tiefbauarbeiten waren erforderlich, darunter Betonfundamente für die Schränke, Rohrleitungsstützen, Entwässerung, Rohrleitungen, Kabelkanäle und neue Zugangswege. Darüber hinaus wurde eine Natriumhypochlorit-Dosieranlage für die Enddesinfektion installiert, um vor der Speicherung und Verteilung eine Restdesinfektion zu gewährleisten.
Beide Maßnahmen wurden bewusst im selben Bereich des Werks geplant und gebaut, wobei sie sich Schränke, Tiefbauarbeiten, Rohrleitungstrassen und Instrumentierung teilten, wodurch Doppelarbeit vermieden und Effizienzgewinne bei Kosten, Zeitplan und CO2-Emissionen erzielt wurden. Mit der Einführung der primären UV-Desinfektion erfüllt das Werk die Anforderungen von Regulation 26 und verbessert den Schutz vor mikrobiologischen Risiken. Die Betriebssicherheit wurde durch die Haupt-/Reservekonfiguration der UV-Reaktoren und die Dosierpumpen im Natriumhypochlorit-Dosiersystem erhöht; verbesserte Überwachungs- und Abschaltsysteme verringern zudem das Risiko von Anlagenausfällen. Durch die Wiederverwendung vorhandener Notfall-UV-Geräte senkte das Projekt die Kapitalkosten und den grauen CO2-Fußabdruck; zusätzliche Effizienzgewinne wurden durch die gemeinsame Nutzung der Tiefbauinfrastruktur und die Reduzierung des Bedarfs an Landschaftsbau und Stützmauern erzielt. Die gesamte neue Infrastruktur wurde nach den Mindestanlagestandards geliefert, mit einer Auslegungslebensdauer von 40 Jahren für Bauwerke und 15 Jahren für elektromechanische Anlagen.
Der Erfolg des Projekts ist auf die enge Zusammenarbeit zwischen Anglian Water, der @one Alliance und der Lieferkette zurückzuführen. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass dieses Projekt zeigt, wie integrierte Planung, intelligente Wiederverwendung von Anlagen und kollaborative Lieferung zu starken regulatorischen und betrieblichen Ergebnissen führen können. Es bietet ein praktisches Beispiel dafür, wie strategische Investitionen in die Trinkwasseraufbereitungsinfrastruktur regulatorische Compliance, betriebliche Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit in Einklang bringen können.


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