Das US-Solarunternehmen Terabase Energy hat die Tests für seinen Terafab Version 2 (V2) autonomen Solarmodul-Montageprozess abgeschlossen. Die Technologie ist nun bereit für den kommerziellen Verkauf.
Dieser autonome Solarmontageprozess nutzt Robotik und Automatisierung, um den Bau von Solarprojekten zu beschleunigen. Beim Terafab V2-System werden die Module in einer mobilen Vor-Ort-Fabrik auf die Nachführsystem-Torsionsrohre vormontiert, wobei die Fabrik in vier Stunden aufgebaut werden kann. Nach einer Fehlerprüfung der Module transportieren Fahrzeuge, sogenannte „Rover“, die Torsionsrohre zur Baustelle.
Die Rover verbinden die Torsionsrohre mit dem Boden und bestehenden Rohren und installieren die Solarmodule mit einer Geschwindigkeit, die weit über traditionelle manuelle Methoden hinausgeht. Die Maschinen können rund um die Uhr arbeiten, und Terabase schätzt, dass der Prozess wöchentlich über 20 Megawatt Solarleistung installieren kann – was einem Gigawatt pro Jahr und Fabrik entspricht. Terabase-CEO und Mitbegründer Matt Campbell betont, dass diese Geschwindigkeit ein entscheidender Vorteil des autonomen Montageprozesses ist.
Campbell sagte: „Jede Woche, die wir die Bauzeit verkürzen, bedeutet frühere Einnahmen für den Projektbesitzer, niedrigere Finanzierungskosten und eine schnellere Einspeisung sauberen Stroms ins Netz. Das ist der Vorteil, wenn sich Geschwindigkeit in Strom übersetzt.“
Im kommenden Jahr plant Terabase, eine Fabrik in Nordkalifornien zu erweitern und die jährliche Installationskapazität auf 10 Gigawatt zu erhöhen. Das Unternehmen gab außerdem an, dass seine Rover „in Kürze vollständig autonom“ operieren können sollen.
Terabase hat seinen Terafab-Prozess bereits in fünf Projekten eingesetzt, darunter im Jahr 2023 das 225-Megawatt-Solarprojekt White Wing Ranch, das die erste Anwendung der Technologie darstellte. Das Unternehmen sammelte im März letzten Jahres 130 Millionen US-Dollar ein, um seine Dienstleistungen auszubauen.
Die Automatisierung im Solarbereich wächst. Auf dem Solar Quality Summit in Barcelona letzten Monat erwarteten Branchenvertreter, dass der Automatisierungsgrad ihrer Betriebe bis 2030 zwischen 45 % und 75 % liegen wird. Die Baustellenmontage war ein besonders schwierig zu automatisierender Teil der Branche, da sie die Kombination von physischer Robotik mit künstlicher Intelligenz erfordert.
David Moser, Geschäftsführer des italienischen Becquerel Institute, erklärte, dass die Balance zwischen Automatisierung und Arbeitsplatzverlust ein „sehr schwierig zu lösendes Problem“ sei, und verwies darauf, dass frühe Modelle des automatisierten Baus eine große Sorge für die Beschäftigung in der Branche darstellten.









